Hier erfahrt ihr alle Neuigkeiten rund um das STC Racing Team

MX GP Orlyonok/Russland

Henry Jacobi ohne Fortune!

Das Team STC Racing Husqvarna mit dem Spitzenpiloten Henry Jacobi war am vergangenen Wochenende zu Gast beim WM-Lauf im russischen Orlyonok, nur einen Steinwurf vom Schwarzen Meer entfernt. Die steinige Naturstrecke bei Krasnodar war bestens präpariert, sommerliches Wetter und mehr als 35 000 Zuschauer sorgten für ein tolles Ambiente beim sechsten Motocross-GP dieser Saison.

Der Thüringer Henry Jacobi brauchte am Samstag zunächst die beiden Trainingssessions, um sich an die Eigenheiten der extrem anspruchsvollen Strecke zu gewöhnen. Beim anschließenden Qualifikationsrennen profitierte der 21jährige von einem seiner mittlerweile gewohnt guten Starts und konnte sich nach konstantem Rennverlauf als Elfter einen kleinen Vorteil für die Finalrennen der MX2-Klasse erkämpfen.

Als das Gatter nach dem Sonntagmittag fiel, kam Henry ordentlich aus dem Gatter und war in der Startkurve in den Top 10. Es gelang ihm, sich in den hektischen ersten Minuten gut in der Spitzengruppe einzuordnen und mit Rang 7 nach drei gefahrenen Runden schien die Ausgangsposition optimal. Doch leider kam es anders als erhofft. In der vierten Runde während eines harten Duells mit Calvin Vlaanderen verlor Henry plötzlich an Tempo, Sekunden später fuhr der Husky-Pilot enttäuscht zurück in das Paddock. Was war passiert? Ein technisches Problem bremste den Mann aus Bad Sulza wortwörtlich aus, Jacobi’s Hinterradbremse war defekt und ein Weiterfahren unmöglich.

 

In den zweiten Lauf startete unsere Nr.1 unglaublich motiviert, Position 4 in der Startkurve nach einem neuerlichen Bombenstart war zunächst das erhoffte Ergebnis. Erneut lieferte sich Henry in den nächsten Runden ein packendes Duell mit Vlaanderen, musste den Kontrahenten aber letztlich passieren lassen. Danach verlor der junge Deutsche etwas den Rhythmus, dazu kam ein kleiner Sturz und das Abrutschen auf Platz 16. Nun mobilisierte Henry Jacobi aber alle noch verfügbaren Kräfte und schaffte es tatsächlich, im Ziel mit Rang 13 noch wichtige Punkte für die WM-Tabelle mitzunehmen. Dadurch schob sich Henry nach dem Großen Preis von Russland auf Rang 9 der MX2 WM-Wertung.

 

Natürlich war der deutsche WM-Pilot mit seinem Wochenende unzufrieden und meinte nach Rennschluss:

„Ich bin nicht glücklich mit dem Rennen hier in Russland. Einmal nicht in das Ziel gekommen und in Lauf 2 gestürzt. Das war einfach nicht genug. Morgen beginnt wieder die Arbeit für das nächste Rennen.“

 

Der nächste WM-Lauf findet am 12./13. Mai in Kegums (Lettland) statt.


ADAC MX Masters Fürstlich Drehna - 2

Henry Jacobi bleibt in der Erfolgsspur!

Am vergangenen Wochenende ging es für das Team STC Racing Husqvarna zum Auftakt der deutschen Top-Serie ADAC MX Masters in den malerischen Spreewald. Im tiefen Sand von Fürstlich-Drehna vor knapp 10 000 Zuschauern trennte sich am erwartet heißen und kräftezehrenden Rennwochenende nicht nur die Spreu vom Weizen. Es kam auch zum erhofften Kampf der Generationen zwischen den beiden deutschen GP-Piloten Max Nagl (30) und unserem Henry Jacobi (21). Besonders im zweiten Lauf der Masters-Klasse zeigte der Thüringer Husqvarna-Pilot, warum er derzeit häufig in einem Atemzug mit „Altmeister“ Nagl genannt wird. Jacobi führte lange in einem elektrisierenden Duell, das leider durch einen kleinen Fahrfehler des Husky-Piloten entschieden wurde. Mit Rang 2 für Henry Jacobi zum Auftakt der Serie waren aber Fahrer, Team und Fans mehr als zufrieden.

 

Bereits im Qualifying am Samstag schaffte Henry mit der fünftschnellsten Runde eine optimale Grundlage, um am Rennsonntag ganz vorn dabei zu sein.

Als nach dem Sonntagmittag der Startschuss zum ersten Lauf das Fahrerfeld in die erste Kurve jagte, sah es für Henry Jacobi zunächst gar nicht gut aus.

 

Ich kam auf Position 15 herum in das Rennen. Ich konnte dann aber relativ schnell gute Spuren finden und deshalb einige Fahrer passieren. Als ich Zweiter war, hab ich ehrlich gesagt Max gar nicht mehr gesehen, er war zu weit weg. Das wollte ich im zweiten Lauf unbedingt besser machen.“ schilderte der Bad Sulzaer sein Rennen. Der Plan für Heat 2 ging hundertprozentig auf, Jacobi gelang einer seiner Turbostarts aus der MX2-WM und er übernahm kompromisslos die Führung in der Startrunde. Genauso kompromisslos war allerdings sein härtester Kontrahent Max Nagl schnell am Hinterrad von Jacobi und in der Folge zeigten beide WM-Piloten den Fans Motocross auf allerhöchstem Niveau. Bis Runde 9 hielt unsere Nr. 1 die Führung. „Fast 20 Minuten war ich vorn, dann musste ich kurz zu Boden. Ich denke, das Tempo war an der Stelle zu schnell von mir. Aber mein Speed war top, ich wollte wissen, wie lange ich mit Max mitgehen kann. Am Anfang konnte ich sogar eine kleine Lücke herausfahren. Das war heute ein absolutes Supertraining für die kommenden GP, es war eines der anstrengendsten Rennen für mich in diesem Jahr“, meinte der ausgepumpte Henry Jacobi nach der Siegerehrung.

 

Als jeweils Zweiter in den beiden Finalläufen der Masters-Klasse belegte Henry auch im Tagesklassement Platz 2. Das zweite Event der ADAC MX Masters folgt am 26./27. Mai in Mölln.

 

Bis zum nächsten WM-Einsatz von Henry Jacobi gibt es eine kleine Pause. Der GP von Russland wird am 1. Mai in Orlyonok ausgetragen.

Und was war sonst noch los?

Neben Jacobi waren auch eine Handvoll weiterer Piloten für unser Team im Einsatz beim Sandspektakel in Drehna. Der Südafrikaner Michael Docherty erreichte als Sieger des Last Chance-Race problemlos die Finals. Mit zwei schlechten Starts in den Endläufen war aber trotz gutem Tempo auf der gewohnt zerschossenen Sandstrecke nichts mehr zu holen, der Husqvarna-Pilot beendete seinen Renntag punktlos.

 

Laurenz Falke lieferte in der neugeschaffenen 125er-Klasse einen guten Einstand ab. Mit den Rangen 15 und 14 beendete der junge Sachse seinen Arbeitstag auf Endposition 15. Für Teamkollegen Justin Trache nahm der Rennsonntag ein unglückliches Ende, im zweiten Lauf der 125er Klasse stürzte der Chemnitzer hart und brach sich den Arm. Gute Besserung und schnelle Rückkehr vom Team an Justin!


ADAC MX Masters Fürstlich Drehna

Licht und Schatten für Michael Kratzer!

Das Reiseziel des STC Racing-Piloten Michael Kratzer am vergangenen Wochenende war Fürstlich Drehna, am Rande des malerischen Spreewaldes gelegen. Die Sandstrecke „Am Mühlberg“ ist traditionell Kulisse für den Auftakt der deutschen Elite-Serie ADAC MX  Masters und zählt zu den schwierigsten Strecken der Serie.

 

Der 23jährige Österreicher Michael Kratzer brauchte einige Zeit, um sich an die tiefe und kraftraubende Strecke im Osten Deutschlands zu gewöhnen. Trotzdem schaffte er es, sich im Last Chance Race für die Finalrennen am Sonntag zu qualifizieren, aber mit klarem Nachteil bei der Startplatzwahl.
Das machte sich bei der ultralangen Drehnaer Startgeraden natürlich am Renntag bemerkbar. Kratzer schilderte seinen ersten Lauf:

"Ich hatte einen sehr schlechten Start, konnte mich aber bis Ende des Rennens auf Rang 23 vorarbeiten. Mit der sehr ausgefahrenen Strecke hatte ich sehr zu kämpfen, war aber mit der Platzierung zufrieden.“

Im zweiten Endlauf der Masters-Klasse kam Kratzer deutlich besser aus dem Gatter und konnte sich um die Top 20 herum einordnen. Leider unterlief dem STC-Piloten ein Fahrfehler, durch den er viel Zeit verlor und chancenlos an das Ende des Feldes zurückfiel.

Zeit zum Relaxen bleibt für Michael Kratzer nicht. Denn bereits beim GP von Russland am 1. Mai willder STC-Pilot in Orlyonok in der EMX 250 das Gas aufdrehen.

Foto Credit: Steve Bauerschmidt


MX GP Agueda/Portugal

Comeback von Michael Kratzer geglückt!

Für den 23jährigen Österreicher Michael Kratzer war der fünfte Motocross WM-Lauf im portugiesischen Agueda alles andere als ein normales Rennen. Nach langer Verletzungspause absolvierte der STC Racing-Pilot erst seinen zweiten internationalen Einsatz in der 250er Europameisterschaft.

 

Kratzer hatte wie viele im hochklassigen Feld der EMX250 seine liebe Mühe und Not mit der extrem risikoreichen und schwierigen Strecke im Norden Portugals, konnte sich aber am Samstag direkt für die Finalrennen qualifizieren.

Michael Kratzer
Michael Kratzer

Der erste Endlauf startete bereits am späten Samstagnachmittag, Michael Kratzer beschrieb sein Rennen: „Im ersten Lauf war es extrem schwer zu fahren und ich fand leider keinen Rhythmus. Es waren sehr tiefe Rillen und Kanten durch den Regen letzten Tage.
Ich beendete das Rennen schließlich auf Platz 34.“


Im zweiten Finale am Sonntag lief es zunächst nicht nachPlan für den Österreicher. Kratzer: „In Lauf 2 bin ich leider beim Start gestürzt. Konnte mich dann aber bis auf Platz 27 vorarbeiten und hatte auch ein gutes Tempo. Ich war fast an den Top 20 dran, als mir ein anderer Fahrer in das Vorderrad fuhr und ich das zweite Mal stürzte. Dadurch verlor ich sehr viel Zeit, konnte aber das Rennen noch auf Rang 28 beenden. Ich muss mich nach einem Jahr Rennpause erst wieder an die Europameisterschaft gewöhnen.“

 

Zunächst bietet sich aber die Gelegenheit für Michael  Kratzer beim ADAC MX Masters in Fürstlich-Drehna an den Start zu gehen.

Der Auftakt zur deutschen Top Motocross-Serie auf der Sandstrecke „Am Mühlberg“ findet am kommenden Wochenende statt.


MXGP Arco/Italien

Sensation: Henry Jacobi fährt in Arco auf das Podium!

Eine fantastische Kulisse, die vielleicht besten Fans der Welt und spektakuläre Rennen bot am vergangenen Wochenende der Motocross WM-Lauf Nr. 4 dieser Saison. An einem denkwürdigen Sonntag im italienischen Arco erfüllte sich STC-Pilot Henry Jacobi (Husqvarna) aus dem Thüringer Örtchen Bad Sulza seinen großen Traum und erreichte als zweiter Deutscher nach Superstar Ken Roczen ein WM-Podium in der MX2-Klasse!

 

Bereits in der MX2-Qualifikation am Samstag ließ der Thüringer als Sechster aufhorchen und sicherte sich damit auf der eigentlich ungeliebten Naturstrecke in der Nähe des Gardasees eine ideale Position für die Finalrennen.

 

Zur Einstimmung am Sonntagmorgen versetzte die berühmte italienische Opernarie „Nessun Dorma“ das Publikum, Fahrer und Teams in beste Laune für einen großartigen Renntag. Henry Jacobi ging voller Selbstvertrauen in die MX2-Finals und schilderte den Rennverlauf: „Im ersten Lauf war ich am Start direkt Zweiter, hab gemerkt, dass ich das Tempo an der Spitze gehen kann, aber Prado etwas zu schnell war. Also ließ ich Prado ziehen, in der Folge kam aber Olsen heran. Er ging vorbei, ich klemmte mich dahinter, um seine Spuren zu lesen und konnte sein Tempo gut mitgehen. So gut, dass ich dachte: warum nicht wieder vorbeifahren? Die Chance kam und ich konnte ihn wunderbar passieren. Im Ziel war ich Zweiter, ein unfassbares Ergebnis für mich und mein Team.“

 Henry Jacobi: Action in Arco
Henry Jacobi: Action in Arco

Lauf 2

Nach diesem Highlight war die Stimmung im Team STC Racing Husqvarna natürlich euphorisch. Doch der zweite Lauf sollte den Puls aller Beteiligten noch weiter in die Höhe treiben. Henry Jacobi meinte zum Rennverlauf:

„Im zweiten Lauf wollte ich eigentlich ein halbwegs gutes Ergebnis ins Ziel bekommen. In der Startkurve war ich dann wieder weit vorn unter den Top 5, konnte schnell Vlaanderen passieren und lag schon wieder auf Platz 3! In den nächsten Runden musste ich zwei Fahrer passieren lassen, hatte mich auf Platz 5 gut eingeordnet. Doch kurz darauf kam von hinten der nächste Kontrahent an mein Hinterrad, wir sprangen zusammen zum Triple hoch. Ich war außen, er innen und die beiden Linien führten zusammen. Das Ergebnis war ein heftiger Crash, wir haben beide nicht damit gerechnet. Ein klassisches Missverständnis. Ich verlor ein paar Plätze und war so voll mit Adrenalin, dass ich nur dachte, gib Gas bis zur Ziellinie. Ich habe niemals an das Podium gedacht, ich wollte nur die Punkte mitnehmen. Als man mich im Ziel zur Siegehrung winkte, hatte ich es immer noch nicht begriffen. Von einem WM-Podium habe ich immer geträumt. Ich danke allen, die an mich geglaubt haben.

 

Als Dritter der Tageswertung in der MX2-Kategorie schob sich Henry Jacobi nach dem vierten GP der Saison 2018 auf Rang 13 im Gesamtklassement.

 

Mit Justin Trache und Laurenz Falke (beide EMX 125) gingen zwei weitere Piloten an Wochenende in Arco für unser Team an den Start. Die beiden deutschen Teenager mussten erwartungsgemäß der sehr schweren Strecke in den Bergen von Trentino ihren Tribut zollen. Das Duo verpasste die Finalrennen der 125er Europameisterschaft, nahm jedoch viele wichtige Erfahrungen mit auf den langen Heimweg.

Henry Jacobi glücklich auf dem Podium
Henry Jacobi glücklich auf dem Podium

Der nächste GP findet bereits am kommenden Wochenende in Agueda (POR) statt.

 

Foto Credit: Eva Szabadfi/IXS


MXGP Redsand MX Park/ESP

Holeshot für Henry Jacobi!

Der dritte WM-Lauf führte unser STC Racing Team Husqvarna in die spanische Region Valencia. Perfekte äußere Bedingungen, überwiegend Sonnenschein und eine abwechslungsreiche und mit Sprüngen gespickte Strecke lockten 26 000 Zuschauer am Wochenende in den Redsand MX Park. Für STC Racing Husqvarna-Top Pilot Henry Jacobi wurde der spanische GP wie vor Wochenfrist in Holland erneut ein Wechselbad der Gefühle.

 

Der Start des Thüringers in das Rennwochenende erfolgte zurückhaltend. Jacobi konnte im Zeit-Training keine besonders schnelle Runde fahren, im anschließenden Qualifikationsrennen der MX2-Klasse lief es mit Rang 16 schon etwas besser.

 

Der Renntag begann mit viel Sonnenschein und der Frage, wie sich Henry Jacobi von der relativ ungünstigen Startposition gegen die MX2-Elite um Stars wie Jonass oder Prado behaupten würde. Auf diese Frage hatte der deutsche Husky-Pilot eine geradezu sensationelle Antwort: den zweiten Holeshot seiner GP-Karriere!

 

Wie von der Tarantel gestochen schoss Henry Jacobi vom Start weg als Führender in die erste Kurve. In den folgenden Minuten kämpfte Henry hart und verbissen um jeden Platz, es gelang ihm aber nicht, sich einzureihen und in den gnadenlosen Positionskämpfen zu behaupten. Der Druck führte zum Fehler, Henry kam kurz von der Strecke ab und wurde dafür von der Rennleitung nach Rennschluss um einen Platz zurückversetzt.

 

In der zweiten Rennhälfte konnte der Mann aus Bad Sulza seinen Rhythmus finden, die Rundenzeiten stabilisierten sich auf hohem Niveau und der elfte Platz war im Ziel ein sehr gutes Resultat.

Gewinnt den Holeshot: Henry Jacobi
Gewinnt den Holeshot: Henry Jacobi

Lauf 2

In Lauf 2 klappte der Start nicht mehr so optimal, Henry hatte zu viel Wheelspin auf dem Startgitter und kam dadurch zu spät jenseits der Top 20 in die Startkurve. Der 21jährige konnte sich aber rasch um einige Plätze auf Position 15 verbessern. Trotzdem war es für ihn sehr schwer auf dieser Strecke unter Druck zu fahren und dabei die Ideallinie zu halten. In Runde 4 kam Henry am größten Table im Redsand MX Park unglücklich beim Whip mit einem anderen Fahrer zusammen und stürzte spektakulär. Das Motorrad war kaputt, der Schreck riesengroß, aber zum Glück blieb der Crash für Henry bis auf ein paar Prellungen gesundheitlich folgenlos.

 

Natürlich war nach diesem Sturz und den fehlenden Punkten von Lauf 2 die Enttäuschung riesengroß, doch Vater Matthias Jacobi fand schnell wieder die Fassung: „Wir nehmen Positives aus Spanien mit, Henry kann in den Top 10 mitfahren. Die Starts klappen bisher super, obwohl wir nicht speziell dafür trainieren. Das Paket Motorrad/Fahrer stimmt. Jetzt geht es zurück nach Deutschland, Henry wird mit seinem Coach Christoph Selent in der Nähe von Dinslaken trainieren. Wir werden in den nächsten Tagen auch Fahrwerks-Tests durchführen, um uns für die Hartboden-Strecke in Trentino beim Italien-GP optimal vorzubereiten.“

Henry Jacobi fliegt im Redsand MX Park
Henry Jacobi fliegt im Redsand MX Park

Die Motocross-WM macht nun eine kurze Pause, weiter geht es in 14 Tagen mit dem GP im italienischen Arco di Trento.

 

Foto Credit: Privat, Sergio Luis Clot


MXGP Valkensward/Niederlande

Das Podium war für Henry Jacobi zum Greifen nah!

Der WM-Lauf vergangenes Wochenende im holländischen Valkenswaard dürfte als einer der physisch härtesten GP’s der letzten Jahre in die Geschichte eingehen. Bei Eiswind und gefühlten minus 15 Grad auf einem zeitweise gefrorenen Sandtrack, der zu den schwersten MX-Strecken weltweit zählt, erlebte STC Racing Husqvarna-Pilot Henry Jacobi ein äußerst emotionales Wochenende.

 

Der 21jährige startete seinen zweiten Motocross-GP dieser Saison mit sehr schnellen Rundenzeiten im Freien und im Zeittraining. Im anschließenden Qualifying lief es aber nicht nach Wunsch. Henry stürzte mehrfach und konnte mit Rang 19 im Ziel keine optimale Position am Startgatter besetzen.

 

Das hielt den Husky-Piloten aber tags drauf nicht davon ab, im ersten MX2-Finale wie aus der Pistole geschossen zu starten. Er bog in den Top 5 in die Startkurve ein und schaffte das Kunststück im Chaos der ersten Runden seine Position zu halten. Bis wenige Minuten vor dem Ende des Rennens sicherte Jacobi einen glänzenden siebenten Platz mit sicherem Abstand zum Qualifying-Sieger Thomas Covington, als ein kleiner Fehler zum Sturz führte und damit Henry auf Rang 13 zurückwarf.

 

Damit war unsere Nummer 1 natürlich alles andere als zufrieden und ging unglaublich motiviert in den zweiten MX2-Lauf. Mit Erfolg, der Start auf Position 4 in Runde 1 war der beste Start seiner Karriere und als Titelfavorit Olsen ein Fehler unterlief, nutzte Henry seine Chance und lag plötzlich auf Rang 3. Auf Podiumskurs! In den folgenden Runden fuhr der Mann aus Bad Sulza unglaublich schnelle und konstante Runden und damit einen komfortablen Vorsprung auf Olsen heraus. Doch dann der Aufschrei des Streckensprechers zum Entsetzen der zahlreichen deutschen Fans an der Strecke: Jacobi down! Henry stürzte bei einem Sprung unglücklich und krachte hart auf die Strecke. Ziemlich lädiert, aber vor allem frustriert musste Jacobi das Rennen und seinen Traum vom Podium aufgeben. Zum Glück blieb er beim Sturz, abgesehen von Schädelbrummen und Prellungen, unversehrt.

Mit leeren Händen...

Am Ende stand Henry Jacobi zwar mit leeren Händen da, konnte aber seine Leistungen aus dem Argentinien-GP mehr als bestätigen. Natürlich war der Thüringer nach seinem unfreiwilligen Aus unglaublich enttäuscht. Jacobi: „Ich weiß nicht was ich sagen soll. Von Null auf Hundert und wieder zurück auf Null. Es war nur ein kleiner Fehler in Lauf 2, aber der Aufprall war heftig und ich musste aufgeben. Danke an alle Fans um die Strecke, es war einfach nur Wahnsinn. Danke auch an mein Team STC Racing, an meinen Trainer Christoph Selent, meine Eltern und alle die dazu beigetragen haben.“

 

Bereits am kommenden Wochenende hat der deutsche Husqvarna-Fahrer Henry Jacobi die Gelegenheit, sein Pech aus dem Holland-GP wieder auszugleichen. Dann findet der dritte WM-Lauf der Saison 2018 im spanischen Red Sand MX Park statt.

 

Mit Johannes Klein (MX1) und Justin Trache (EMX 125) gingen zwei weitere Piloten an Wochenende in Valkenswaard für unser Team an den Start. Der Österreicher verletzte sich unglücklich bei einem Sturz im MX1-Qualifying und musste vorzeitig die Heimreise antreten. Der junge Chemnitzer Justin Trache hatte mit den schweren Bedingungen zu kämpfen und verpasste die Finalrennen der 125er Europameisterschaft.


MXGP Argentinien

Neuquen (ARG): Grandioser WM-Auftakt von Henry Jacobi!

Für den 21jährigen Thüringer Henry Jacobi und sein Team STC Racing wurde der Start zur diesjährigen Motocross-WM im argentinischen Neuquen zur Erfolgsstory. Der Husqvarna-Pilot erreichte als Fünfter im ersten Lauf der MX2-Klasse das beste Resultat seiner bisherigen Karriere. In der Tageswertung stand am Ende Rang 7 zu Buche, damit gelang Jacobi ein glänzender Auftakt seiner WM-Kampagne 2018.

Henry Jacobi  im argentinischen Neuquen
Henry Jacobi im argentinischen Neuquen

Die Rennen in Patagonien

Die anspruchsvolle Naturstrecke im fernen Patagonien gilt zu recht als eines der Highlights der Saison, bei Sonne pur kamen 30 000 Fans über das Wochenende und erlebten hochklassigen Motorsport. Mittendrin unser Husqvarna-Pilot Henry Jacobi, der bereits im Zeittraining einige sehr schnelle Runden hinlegte und mit Rang 15 in der Qualifikation am Samstag eine ordentliche Grundlage für die Finalrennen legte. Im ersten MX2-Endlauf erwischte Henry aus der Mitte der Startreihe einen glänzenden Start und verpasste den Holeshot nur um Reifenbreite. Im hektischen Getümmel der Startphase behielt Henry den Überblick und ordnete sich ausgangs der Startrunde auf Position 6 ein. Trotz härtester Konkurrenz am Hinterrad verteidigte der Thüringer seinen Platz verbissen, fuhr sogar in Runde 6 seine schnellste Rennrunde! In der zehnten Runde dann das Sahnehäubchen: der vor ihm platzierte US-Boy Sanayei musste mit technischem KO aufgeben und Henry konnte problemlos Rang 5 übernehmen. Bis in das Ziel lieferte er sich einen nervenzerreissenden Kampf gegen die hochgehandelten Conrad Mewse und Jed Beaton, am Ende triumphierte Henry und schaffte damit die erste Top 5-Platzierung seiner GP-Karriere.

 

Auch im zweiten Lauf der MX2-Kategorie war die Reaktion des STC-Piloten am Gatter erstklassig. Henry begann sein Rennen in den Top 10, konnte sich aber diesmal in der heißen ersten Runde nicht so behaupten wie in Lauf 1. Nach einigen Minuten fand er aber wieder seinen Rhythmus, konnte die Rundenzeiten stabilisieren und mit Rang 16 im Ziel noch wichtige Punkte einfahren.

 

Im Tagesklassement bedeutete das Rang 7 für Henry Jacobi, ein Auftakt nach Maß.

Henry Jacobi mit seiner Husqvarna
Henry Jacobi mit seiner Husqvarna

Nach Rennschluss meinte der Bad Sulzaer erschöpft, aber überglücklich:

 

Ein fantastisches Wochenende für mich und mein Team STC Racing. Und das, obwohl die Strecke mir eigentlich gar nicht so lag. Im zweiten Lauf hat mir etwas die Luft gefehlt, der erste Lauf war kräftezehrend. Die Technik hat bestens funktioniert, das viele Starttraining hat sich bezahlt gemacht und auch das harte Training mit meinem Trainer Dr. Konrad Smolinski. Vielen Dank auch an alle die mich von zuhause aus unterstützt und angefeuert haben. Ich habe mich über jede Nachricht gefreut. Ein großes Dankeschön geht auch an Husqvarna für die schnelle Hilfe vor Ort.“

 

Der nächste WM-Lauf findet am 18. März im tiefen Sand statt, das holländische Valkenswaard ist der Austragungsort der zweiten Runde der Motocross-WM 2018.

 

Foto Credit: mxgp.com, privat