Swiss MX2 in Cossonay 15./16.6.19

Loris Freidig erobert das Red Plate!

Nur eine Woche nach dem erfolgreichen Rennen in Muri ging die Inter MX2 Swiss Championship in die vierte Runde. Austragungsort der mit Spannung erwarteten Veranstaltung war der technisch anspruchsvolle Hartbodentrack in Cossonay bei Lausanne. Das Team STC Racing ging voller Hoffnung mit seinen beiden Spitzenfahrern Loris Freidig und Kevin Brumann in das Rennwochenende.

Das Leader-Plate der Swiss MX2 ging an Loris Freidig
Das Leader-Plate der Swiss MX2 ging an Loris Freidig

Der Sonntag begann mit dem Qualifikationstraining und unsere beiden Yamaha-Piloten waren sofort hellwach. Freidig glänzte mit der zweitschnellsten Rundenzeit, Kevin Brumann ordnete sich auf Rang 7 ein. Beide eroberten damit die wichtige gute Position am Start. 
Als das Gatter zum ersten MX2-Endlauf fiel, schoss Loris Freidig wie eine Rakete in die Startkurve und gewann den Holeshot. Kurz darauf verlor er zwar die Führung, konnte aber schnell zurückschlagen. Im Laufe des Rennens musste er nur einen Kontrahenten passieren lassen und finishte im Ziel als toller Zweiter. 
“Der zweite Lauf startete schlecht für mich”, meinte der erschöpfte Freidig nach Rennschluss. “Ich war zwar in den Top 10, musste aber so schnell wie möglich einige Fahrer passieren. Das gelang und ich fuhr lange auf Rang 5, bis ich zwei Runden vor Ultimo den 3. Platz übernehmen und in das Ziel fahren konnte.” 

Konzenrierter Jacobi in den USA

Freidig ist nach dem Rennen in Cossonay der neue Führende in der MX2-Meisterschaft, herzlichen Glückwunsch vom ganzen Team!
Teamkollege Kevin Brumann, der mit der 125er Yamaha die Rennen bestritt, erwischte ebenfalls einen sehr guten Renntag. „Was für ein Tag! Ich habe mich immer gut gefühlt, startete gut in Lauf 1 und brachte den sechsten Platz in das Ziel. Der zweite Lauf war hart, mein Start hat nicht funktioniert und ich kam die ersten drei Runden nicht auf Touren. Dann fand ich aber meinen Rhythmus und kämpfte mich von Platz 28 auf Rang 9 im Ziel vor. Als Gesamtsiebenter bich ich ziemlich zufrieden.“ 

 

Das nächste Rennen zur Schweizer MX2-Meisterschaft findet am 21. Juli in Broc/FR statt.

 

 


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MXON RED BUD (USA)

Henry Jacobi und das Team Germany versinken im Schlamm!

Die letzte Schlacht ist geschlagen, nach dem MXoN in Red Bud (USA) heißt es Abschied nehmen von Henry Jacobi (Husqvarna). Für den Thüringer und das Team STC Racing Husqvarna endet damit eine äußerst erfolgreiche Saison, die mit dem ADAC MX Masters-Titel 2018 gekrönt wurde.

 

Bei den „Olympischen Spielen“ des Motocross auf der legendären amerikanischen Strecke in Red Bud sollte für Henry Jacobi mit dem Team Germany um Ken Roczen und Max Nagl der größte Traum in Erfüllung gehen. Bei extremen äußeren Bedingungen, es regnete tagelang in der Gegend um Buchanan, Michigan, legte das deutsche Team im tiefen Schlamm am Qualifikations-Samstag los wie die Feuerwehr. Henry lieferte in der MX2-Klasse ein unglaubliches Rennen ab, hielt lange nach dem Holeshot die Führung und brachte unter Einsatz aller Kräfte Platz 3 im Ziel nach Hause. Auch seine beiden Teamkollegen zeigten ihr bestes Racing und somit ging Deutschland auf Startposition 4 in den Sonntag.

Henry Jacobi beim MXON in Red Bud
Henry Jacobi beim MXON in Red Bud

Doch als es am Sonntagvormittag aufhörte zu regnen, versanken die Hoffnungen der Deutschen um Henry Jacobi im Schlamm. Im ersten Finale traten die MX2-Piloten gegen die MXGP-Klasse an. Henry konnte nach einer guten Reaktion am Start das Rennen in den Top Ten beginnen. Kurz darauf konnte Henry nach einer Kollision mit einem Kontrahenten einen mächtigen Dreifachsprung nur doppelt springen, kam von der Strecke ab und zu Fall. Das kostete viel Zeit und Positionen. Nach einigen Runden hatte der Thüringer seinen Rhythmus gefunden und lag um Position 15 herum gut im Rennen, bis sich ein Stein zwischen Bremshebel und Motorblock verklemmte und er mit technischem Schaden die Segel streichen musste.

Konzenrierter Jacobi in den USA

In der hektischen Pause von 30 Minuten bis zum zweiten Endlauf (MX2 gegen Open-Klasse) schaffte es die STC-Crew um Colin Streubel und Sven Schwalbe gerade noch rechtzeitig, das Motorrad startbereit zu bekommen. Doch es war wie verhext, an diesem Sonntag ging für den 21jährigen Thüringer gar nichts mehr. Henry hatte Probleme am Start mit seinem Motorrad und musste dem Feld hinterherfahren. Im Laufe des Rennens konnte er sich zwar leicht verbessern und landete im Ziel auf Rang 25, aber die Enttäuschung war riesig.

 

Erst lange nach Rennende äußerte sich der Husky-Pilot auf seinem Instagram-Profil. „Es ist, als wäre die Welt auf den Kopf gestellt. Das unschlagbare Team USA hatte keine Siegchance, Conor McGregor genausowenig und wir, das Team Deutschland haben das erhoffte Podium nicht geschafft. Ich schaue jetzt voraus auf das MXoN nächstes Jahr in Holland mit Ken und Max.“

 

Das Team Germany landete am Ende nach einem Renntag voller Pech und Pannen auf dem zehnten Platz.

 

Das Team STC Racing Husqvarna bedankt sich bei allen Team-Mitgliedern, Fahrern, Fans, Sponsoren. Wir freuen uns auf die Supercross-Saison 2018/2019!

 

See you on the track!


DM 125 in Thurm

Laurenz Falke ist der neue Deutsche 125er Champion!

Die Spannung vor dem Finale der Jugend Motocross DM 125 war zum Greifen nahe. Schliesslich führte der STC Racing Husqvarna-Pilot Laurenz Falke vor dem Showdown im sächsischen Thurm mit nur zwei Pünktchen Vorsprung auf seinen härtesten Kontrahenten. Ein Ritt auf der Rasierklinge, doch der 17jährige Sachse bewies Nervenstärke und Kampfgeist und krönte sich am Ende des Tages hochverdient zum neuen deutschen 125er Meister!

Bereits in der Qualifikation zeichnete sich ab, dass Lauri dem hohen Druck gewachsen war, mit Rang 2 startete er glänzend in das Wochenende. Der erste Lauf hielt die versprochene Spannung, Falke startete perfekt, musste aber in der Schlussphase nach einem kleinen Fehler einen Platz abgeben und kam als Dritter ins Ziel. Aber kein Grund zur Sorge, sein Verfolger in der Meisterschaft überquerte hinter ihm den Zielsprung.

 

Mit nunmehr vier Punkten Vorsprung ging es in den letzten und entscheidenden Lauf. Mit aller Macht erkämpfte sich der STC-Pilot den Holeshot und lieferte mit einem glasklaren Start-Ziel-Sieg sein Meisterstück ab. Auf dem Siegpodium meinte Laurenz Falke voller Freude: “Ich bin überglücklich, die ganze Arbeit und das Training haben sich gelohnt für diesen Titel.“

 

Das Team STC Racing Husqvarna gratuliert seinem neuen Meister Lauri Falke zum Titelgewinn!


MXGP Assen (NED)

Rückschlag im Sand für Henry Jacobi!

Die Vorzeichen standen gut für ein erfolgreiches GP-Wochenende beim vorletzten WM-Lauf der Saison 2018 im holländischen Assen. Die mitten in die “Cathedral of Speed”, den berühmten TT-Circuit von Assen, gebaute Sandstrecke war für das Team STC Racing Husqvarna und den Top-Piloten Henry Jacobi eine gute Gelegenheit, sich vor mehr als 40 000 Fans international von der besten Seite zu präsentieren.

Henry Jacobi Motocross GP Assen

Dieser Plan ging am Qualifikations-Samstag perfekt auf. Im Zeittraining gelang es Henry Jacobi die viertschnellste Runde in den Sand zu setzen und das bedeutete für das MX2-Qualifying einen großartigen Platz am Startgatter. Als am Samstagsnachmittag die wilde Jagd begann, besetzte der 21jährige sofort clever eine Position in den Top 10. Henry fand schnell seinen Rhythmus, konnte mit einem erstaunlichen Speed einige Kontrahenten passieren und erreichte das Ziel auf Platz 4. Ein tolles Omen für die MX2-Finalrennen!

Die rennen

Startgatter MX 2

Doch mit den Vorzeichen ist es so eine Sache, ein gutes Qualifying bringt schliesslich noch keine Punkte. Zumindest der Beginn des ersten Endlaufs der MX2-Klasse war aber wieder ein Paukenschlag des Thüringers. Jacobi hielt im beinharten Kampf hinein in die Startkurve voll dagegen, Lohn dafür war Platz 3 in Runde 1. Leider fand unsere Nr.1 nicht ganz seinen idealen Rhythmus und musste in den folgenden Runden einige Fahrer passieren lassen. Mit Position 7 zur Rennhälfte konnte man aber sehr zufrieden sein, doch kurz vor Ultimo unterlief Henry Jacobi ein winziger Fehler, der zum Sturz führte und ihn bis auf Platz 11 zurückspülte. So ging es auch über den Zielsprung.

 

Mit viel Motivation wollte Henry im zweiten Lauf unbedingt sein erstes Resultat toppen. Doch das Glück für dieses Wochenende war aufgebraucht. Nach mehreren misslungenen Versuchen, das Motorrad zu starten, musste Henry regelkonform die Startssektion verlassen und gerade als sein Bike ansprang, fiel das Gatter! Der Husky-Pilot jagte dem Feld hinterher, schob sich aber noch in Runde 1 mit viel Risiko vor in die mittleren Plätze. Er war bereits auf Rang 13 angelangt, als ihn ein erneuter Sturz ausbremste und es sollten noch drei weitere im Laufe des Rennens folgen. Am Ende musste der STC-Pilot entnervt und ohne weitere Roll-Offs vorzeitig aufgeben.

Trotz des erfolglosen Sand-Auftritts in Assen bleibt Henry Jacobi Zehnter in der WM-Tabelle der MX2-Klasse. Am 30. September folgt auf dem neuen Kurs in Imola (ITA) der letzte WM-Lauf dieser Saison.


ADAC MX Masters Gaildorf

Henry Jacobi baut die Führung in der Meisterschaft aus!

Nach der zweiteiligen Osteuropa-Tournee mit den GP’s in Bulgarien und der Türkei ging es für das Team STC Racing Husqvarna ohne Atempause 3000 Kilometer Richtung Norden im schwäbischen Gaildorf weiter. Die vorletzte Runde der ADAC MX Masters-Serie auf der legendären Naturstrecke “Auf der Wacht” war das Ziel für unser Team um den Spitzenfahrer und Meisterschaftsführenden Henry Jacobi.

 

Die äußeren Bedingungen in Gaildorf waren wie immer hervorragend, die Strecke bestens präpariert und bei Kaiserwetter säumten am Renntag Tausende Fans die grünen Hänge der Limpurger Berge. Die Strecke in Gaildorf liegt dem Thüringer Henry Jacobi und so war es keine Überraschung dass er im Qualifying der Masters-Klasse am Samstag als Fünfter seiner Gruppe einen guten Startplatz für die Finalrennen einfuhr.

Henry Jacobi in Action

Nach einer kühlen Nacht und einer kräftigen Wässerung für den Oldschool-Track ging es nach der Mittagspause zur Sache. Als das Gatter zum ersten Masters-Finale fiel und die Spitzengruppe in die erste Kurve raste, hielt sich Henry auf der 350er Husky zunächst vornehm zurück. Der Thüringer ordnete sich ausgangs der Startrunde auf Position 10 ein und brauchte ein paar Minuten, um seinen Rhythmus zu finden. Dann aber legte Jacobi los, kassierte Runde für Runde Kontrahenten und schaffte es kurz vor Ultimo tatsächlich Rang 3 zu erobern, Respekt!

Das Laufpodium gab Selbstvertrauen für den zweiten Lauf. Die # 29 kam aus dem Gatter geschossen und als Dritter in die Startkurve! Eine Kurve später aber kam der Stimmungskiller, Henry Jacobi schilderte die Situation: “Jemand vor mir trat in den Strohballen, der fiel in meine Rille hinein und ich musste zu Boden. Als Letzter musste ich das Rennen wieder aufnehmen, hab alles gegeben und bin auf Platz 13 in das Ziel gekommen. Für die Meisterschaft war das aber sehr wichtig!”

 

Denn mit dem Tagesergebnis Rang 6 in Gaildorf konnte Henry Jacobi seine Führung in der Serientabelle auf 33 Zähler ausbauen. Beim Finale in Holzgerlingen am 23. September sind noch 50 Punkte zu vergeben, es bleibt also spannend!

 

Für den Chemnitzer Laurenz Falke hieß es in Gaildorf Zähne zusammenbeißen. Der 17jährige Student musste angeschlagen in die Rennen der 125er Klasse gehen und erreichte trotzdem am Ende mit den Rängen 12 und 14 einen ordentlichen 12. Platz im Tagesklassement. Am kommenden Wochenende hat Lauri beim Finale der DM 125 in Thurm die Chance, den Titel zu erringen.
Viel Glück, Daumen sind gedrückt!

 

Team- und Serienkollege Justin Trache erlebte kein Happyend im Schwäbischen. Der Chemnitzer ergatterte im ersten Finale lediglich einen Punkt und hatte in Heat 2 mit technischen Problemen keine Chance mehr und schied vorzeitig aus.

 

Unser Spanier Joan David Rosell kämpfte tapfer, blieb aber im starkbesetzten ADAC Youngstercup chancenlos und konnte sich nicht für die Finalrennen qualifizieren.


MXGP Afyon (Türkei)

Henry Jacobi erreicht wieder die Top 10!

Vom bulgarischen Sevlievo aus ging es für das STC Racing Team Husqvarna noch einmal satte 1000 Kilometer in Richtung Osten zum 18. WM-Lauf in Afyon (Türkei). Der neuerrichtete Motorsportkomplex inmitten 5 Sterne-Hotels und üppigen Wellnessanlagen bot unserem Team und dem Top-Piloten Henry Jacobi (Husqvarna) beste Voraussetzungen für ein erfolgreiches GP-Wochenende.

 

Die hohen Temperaturen im asiatischen Teil der Türkei machten dem Thüringer Henry Jacobi nur wenig zu schaffen. Im Qualifying der MX2-Klasse hatte Henry sichtlich Spass am Fahren und zeigte als Fünfter im Ziel eine beeindruckende Leistung. Der erhoffte gute Platz am finalen Startgatter für die Rennen am Sonntag war damit gesichert.

Henry Jacobi in Action

Als gegen 11 Uhr am Rennsonntag das erste Finale der MX2-Klasse begann, war der 21jährige sofort hellwach und mogelte sich clever in den ersten Kurven auf Platz 5 nach vorn. Kurz darauf tauchte sein alter Kontrahent Thomas Kjer-Olsen am Hinterrad des Deutschen auf und es kam zu einem spektakulären Schlagabtausch. Leider verlor Jacobi noch in der Startrunde das Duell und etwas die Konzentration und fand sich wenig später auf Rang 8 wieder. Diesen Platz verteidigte der Bad Sulzaer mit letztem Einsatz bis zum Zielsprung.

 

Der zweite Lauf begann mit einem ähnlichen Szenario wie in Heat 1 auf den ersten hundert Metern. Doch diesmal gelang es Henry nicht, sich in die Spitzengruppe zu schieben, er musste durch die knochenharten Positionskämpfe im Mittelfeld. Im weiteren Verlauf des Rennens fand der Husky-Pilot nicht zu seinem Rhythmus, bedingt auch durch zwei kleinere Stürze. Mit einer starken Leistung in den Schlussrunden konnte Henry aber Schadensbegrenzung betreiben und schaffte es in der letzten Runde mit persönlicher Bestzeit noch auf Rang 11.

MXGP Action mit Henry Jacobi

Insgesamt wurde Henry damit Neunter im Tagesklassement, fiel aber in der WM-Tabelle einen Platz zurück auf Position 10.

 

Am kommenden Wochenende steht mit dem vorletzten Lauf der ADAC MX Masters auf der legendären Strecke im schwäbischen Gaildorf ein enorm wichtiges Rennen für den Thüringer an. Nach sechs von sieben Runden der hochdotierten Serie führt Jacobi in der Gesamtwertung mit 22 Punkten Vorsprung, diesen gilt es zu verteidigen.


MXGP Sevlievo (Bulgarien)

Debakel für Henry Jacobi!

Das erste Rennen der zweiteiligen Osteuropa-Tour der Motocross-WM führte das STC Racing Team Husqvarna mit dem Thüringer Top-Piloten Henry Jacobi auf die wunderbare Naturstrecke in Sevlievo. Eigentlich war die bulgarische Berg- und Talbahn für den Bad Sulzaer Husky-Fahrer eine Bank, bereits seit Juniortagen kennt und schätzt Henry Jacobi den Track. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Henry Jacobi - Es lief nicht gut in Bulgarien

Das erste freie Training am Samstagmorgen verlief noch ganz nach Plan, Henry setzte mit der drittschnellsten Rundenzeit eine bemerkenswerte Duftmarke. Doch bereits das Qualifying der MX2-Klasse brachte den ersten großen Schreck. Der STC Husqvarna-Pilot kam schlecht aus dem Gatter und in das Rennen. Nach der hektischen Startphase sortierte sich der Thüringer auf Rang 19 ein. Aufgrund eines Sturzes in der dritten Runde musste Henry ohne Kupplungshebel weiterfahren, verlor dadurch weiter an Boden und fiel aus den Top 20. Mit diesem technischen Handicap konnte er nicht mehr viel ausrichten, im Ziel wurde der Thüringer Husky-Pilot auf Rang 19 abgewunken.

 

Natürlich wurde in der verbleibenden Zeit bis zum Sonntagmittag alles nur Erdenkliche versucht, um das Motorrad von Henry perfekt abzustimmen. Doch das Startglück hat den Thüringer im Moment verlassen, erneut ging die Post an der Spitze ohne den 21jährigen ab. Doch Jacobi kämpfte verzweifelt und es dauerte nicht lange, nämlich nur zwei Runden, bis sich Henry auf Rang 14 vorgearbeitet hatte. Noch in der zweiten Runde nahm das Unglück seinen Lauf, ein Stein auf die Spritleitung beendete die Aufholjagd des 21jährigen. Die Benzinzufuhr war nicht mehr möglich, das Aus für Henry Jacobi.

Im zweiten Lauf sollte alles besser werden. Das Vorhaben klappte beim Start, Jacobi kam unter den Top 10 aus der ersten Kurve und wurde kurz darauf bereits sensationell auf Rang 5 notiert. Ein kleiner Sturz warf den Husky-Piloten allerdings wieder auf Rang 13 zurück. In den folgenden Runden zeigte Henry gutes Racing und war schon wieder auf dem Weg in die Top10, als ein heftiger Highsider sein Rennen und damit das Rennwochenende beendete. Mit null Punkten im Gepäck verließ Henry Jacobi Bulgarien. Ein Wochenende zum Vergessen.

MXGP Action mit Henry Jacobi

In der WM-Gesamtwertung der MX2-Klasse liegt Henry Jacobi auch nach dem Bulgarien-GP weiter auf Rang 9.

 

Zeit zum Verschnaufen und Kräftesammeln bleibt keine, der nächste GP in der Türkei steht für Team und Fahrer bereits am kommenden Wochenende in Afyonkarahisar an.


MXGP Frauenfeld (SUI)

Kein Zucker für Henry Jacobi!

“Schweizer Zucker” und Henry Jacobi (Husqvarna) bilden keine gute Mischung. Die gleichnamige künstlich aufgeschüttete Strecke in Frauenfeld (CH) nahe dem Dreiländereck war am vergangenen Wochenende Austragungsort von Runde 16 der Motocross-WM. Unsere Nr. 1 hatte unter der Woche fleißig trainiert und kam mit einem guten Gefühl in die Schweiz. Doch bereits in den ersten Trainingseinheiten mischten sich Zweifel in die gute Stimmung, der 21jährige Thüringer fand seinen Rhythmus nur schwer.

Henry Jacobi in Frauenfeld

Dazu kam im Qualifying der MX2-Klasse ein durchwachsener Start, ein Problem, dass sich durch das gesamte Wochenende wie ein roter Faden zog. Die Qualifikation beendete Henry nach gutem Kampf auf Rang 13 und konnte damit ohne großen Nachteil am Startgatter in die Finalrennen am schwülen Sonntag gehen.

 

Ich bin im ersten Lauf eigentlich gut aus dem Gatter gestartet, kam aber trotzdem schlecht aus Kurve 1”, schilderte der Bad Sulzaer den ersten MX2-Endlauf. “Ich musste anschliessend sehr aufpassen im Gerangel der ersten Runden. Auf dem Weg nach vorn bin ich leider gefallen, aber dann fand ich meinen Rhythmus und konnte noch Zwölfter im Ziel werden.”

Auch im zweiten Lauf lief es nicht nach Wunsch. Jacobi: “Ich weiss nicht, was mit den Starts an diesem Wochenende nicht gestimmt hat, aber ich kam erneut schlecht in das Rennen. In der Anfangspase fuhr ich viel zu verhalten, kam erst spät in Schwung und da waren die Top 10 schon längst weg. Im Ziel war ich dann auf 13, das müssen wir beim nächsten Rennen besser machen!”

 

In der Tageswertung wurde Henry Jacobi damit Elfter und in der WM-Tabelle bleibt es bei Rang 9.

 

MX1-Pilot Michael Docherty zog sich in Frauenfeld eine Magenverstimmung zu und konnte am Sonntag nicht starten. Für den Chemnitzer Justin Trache, der in der EMX 125 fährt, war die Qualifikationshürde im extrem stark besetzten Startfeld zu hoch.

 

Unser zweiter 125er Pilot Lauri Falke war bei der Deutschen Meisterschaft in Wolgast am Start und konnte dort mit einem Laufsieg und Rang 2 im zweiten Finale einen hervorragenden zweiten Platz in der Tageswertung erkämpfen. Falke liegt in der Serien-Gesamtwertung vor dem Finale in Thurm mit zwei Punkten Vorsprung auf Platz 1. Das wird spannend!

Schweizer Sonne - Mit Henry Jacobi beim MXGP in der Schweiz

Foto Credit: Eva Szabadfi/ixs


MXGP Lommel (BEL)

Henry Jacobi kämpft und punktet im Tiefsand!

Am vergangenen Wochenende stand mit dem Sandklassiker im belgischen Lommel eines der physisch härtesten Rennen der Motocross-WM für das Team STC Racing Husqvarna an. Beim schwersten Sandrennen der Welt benötigten die GP-Piloten nicht nur Technik und Speed, sondern auch enorme Härte und Kampfkraft, um sich bei tropischen Temperaturen im Kampf gegen die berühmten tiefen Wellen in ‘Lommelwood’ durchzusetzen. Für den Thüringer Henry Jacobi (21) war der Wochenendausflug nach Belgien eine echte Herausforderung, die er am Ende mit Bravour meisterte.

Doch zunächst begann das Abenteuer Lommel am Freitag mit Stress und Hektik. Das Team um Team-Manager und Chefmechaniker Colin Streubel arbeitete trotz der enormen Hitze bis tief in die Nacht am Motorrad des Bad Sulzaers. Für das Qualifying der MX2-Klasse am Samstag musste man aber schliesslich doch auf das Ersatzmotorrad zurückgreifen. Das ging leider nur in der Anfangsphase des Rennens gut, in Runde 4 musste Henry Jacobi die Qualifikation mit Motorschaden beenden. Damit war die Chance auf einen optimalen Startplatz für die Finalrennen dahin und den Rest des Samstags wurde erneut getüftelt, ausgetauscht und geschraubt.

Als am Sonntag das erste Rennen nach dem Mittag vor mehr als 20 000 Fans startete, bewies Henry wieder einmal seine enorme Qualität am Gatter. Der Thüringer stach von ganz außen in die Startkurve und war ausgangs der Kurve wie erhofft unter den besten 15 Piloten. Nach der heißen Startphase lieferte sich der Husky-Pilot ein spektakuläres, aber immer faires Duell gegen seinen Kumpel Hunter Lawrence. Für die Zuschauer ein wahrer Leckerbissen, schenkten sich beide nichts. Henry Jacobi setzte sich schließlich durch und fuhr auf einem sicheren 10. Platz dem Ziel entgegen. Bis in der Schlussphase dem vor ihm platzierten Kontrahenten die Luft ausging und Henry plötzlich die Chance auf Rang 9 witterte. Das Überholmanöver ging schief, Henry verlor das Vorderrad und knickte in einer Welle ein. Was für ein Pech! Trotzdem gelang es unserer Nr.1, schnell wieder in das Rennen zurückzukommen und im Ziel stand Rang 13 zu Buche.

 

Auch der Start zu Lauf 2 verlief für Henry Jacobi perfekt, erneut kam er sich in der erweiterten Spitzengruppe aus der Startkurve. Die folgenden Runden zeigte Henry cleveres Racing und sortierte sich auf dem zehnten Platz ein. Doch das Unheil nahte nicht zum ersten Mal in der laufenden Saison in Gestalt des Weltmeisters Pauls Jonass. In der verflixten 7. Runde tauchte der Titelverteidiger am Hinterrad des Thüringers auf, passierte Jacobi unnötig aggressiv und brachte ihn damit zu Fall. Damit war eigentlich das Rennen von Henry zu Ende, doch der Kampfgeist siegte. Mit einer tollen Moral kämpfte er sich durch die verbleibenden Runden und schaffte es dadurch im Ziel tatsächlich noch auf Rang 17 in die Punkte! In der Tageswertung wurde er damit 15ter und in der WM-Tabelle bleibt es bei Rang 9.

 

Nun folgt erst einmal eine wohlverdiente Pause für das Team und Henry Jacobi bis zum nächsten Renneinsatz beim Schweiz-GP in Frauenfeld am 19. August.

 

Für die anderen Piloten unseres Teams Michael Docherty (MX1), Justin Trache (EMX 125) und den Spanier Joan David Rosell Romero (EMX 250) erwies sich die mörderische Sandstrecke als zu anspruchsvoll. Das Trio blieb in Lommel punktlos bzw. qualifizierte sich nicht für die Finalrennen.


ADAC MX Masters Tensfeld

Henry Jacobi bleibt in Führung!

Das Wichtigste zuerst, der Thüringer Husky-Pilot vom Team STC Racing Husqvarna behält auch nach dem tropischen Sandrennen in Tensfeld den Spitzenplatz in der hochdotierten ADAC MX Masters-Serie!

 

Doch das Wochenende im hohen Norden Deutschlands hatte es in sich. Die Sandstrecke in der Nähe der Festspielstadt Bad Segeberg war schon immer einer große Herausforderung für die Masters-Piloten. Daran hat sich auch nach den aktuellen Umbauten nichts geändert. Wer auf dieser Strecke vorn dabei sein will, muss einfach hohes Risiko gehen! Für Tensfeld hatten zudem einige starke WM-Piloten wie Julien Lieber oder Tanel Leok gemeldet, weil das Rennen eine ideale Vorbereitung für den nächsten WM-Lauf im belgischen Lommel ist. STC-Pilot Henry Jacobi (21) versuchte das gesamte Wochenende in Tensfeld die richtige Balance zwischen Risiko und Abgeklärtheit zu finden, das gelang aber nur teilweise.

Henry Jacobi
Henry Jacobi

Damit verteidigte Jacobi sein Red Plate des Führenden der Gesamtwertung und zog nach Rennschluss ein letzlich positives Fazit. “Ich muss meinen Auftritt hier wohl als Schadensbegrenzung betrachten. Lediglich in der Schlussphase des zweiten Rennens bin ich etwas besser gefahren. Die nächsten Rennen in Gaildorf und Holzgerlingen sollten mir aber wieder besser liegen, deshalb ist mit 22 Punkten Vorsprung noch alles absolut im grünen Bereich. Wichtig ist, dass ich auch nach dem letzten Rennen noch ganz vorne in der Tabelle liege."

Doherty, Falke und Trache

Teamkollege Michael Docherty fühlte sich anders als Henry pudelwohl im Tensfelder Sandkasten. Doch für den in Dubai lebenden Südafrikaner nahm das Wochenende kein gutes Ende. Im ersten Lauf lag Docherty sensationell auf Position 2, als das Feld aus der Startkurve kam. Leider war das Glück nicht von langer Dauer, nach einer ungewollten Sandprobe bekam Michael Probleme, verlor den Anschluss an die Spitze und finishte im Ziel auf Rang 17. Lauf 2 begann mit Pech am Start, der Husky-Pilot musste sein Rennen von ganz hinten beginnen. In Runde 6 stürzte Docherty und musste mit einer schmerzhaften Fußverletzung das Rennen aufgeben. Gute Besserung!

 

Unsere beiden Jungspunde in der 125er Klasse Laurenz Falke und Justin Trache hatten sich viel vorgenommen für das Rennen in der norddeutschen Sandhölle. Doch beide hatten in den Finals große Probleme auf der schwerem Strecke ihren Rhythmus zu finden und blieben am Ende des Tagen punkt- und chancenlos. Justin Trache verletzte sich bei einem Abflug im zweiten Lauf an der Hand, wir wünschen ebenfalls gute Besserung!


MXGP Ottobiano (ITA)

Rückschlag für Henry Jacobi!

Am letzten Wochenende wurde mit dem Großen Preis der Lombardei im italienischen Ottobiano die Europatournee der Motocross-WM vorerst abgeschlossen. Das Team STC Racing Husqvarna reiste mit dem deutschen MX2-Piloten Henry Jacobi mit viel Hoffnung im Gepäck an die Sandstrecke im Norden Italiens.

 

Wie im Vorjahr machten leider auch 2018 in Ottobiano extreme Temperaturen jenseits der 30 Grad-Marke den Piloten, aber vor allem auchTeams, Fans und den vielen Helfern das Leben schwer. Auch der Bad Sulzaer Husky-Pilot hatte mit der Hitze zu kämpfen, hinterliess aber zunächst im Samstags-Qualifying der MX2-Elite als Neunter einen sehr guten Eindruck.

 

Am Rennsonntag wurde es nach dem Mittag spannend für unser Team. Im ersten Lauf der MX2-Kategorie machte Henry sofort Nägel mit Köpfen, kam in der Spitzengruppe in die Startkurve und konnte sich rasch auf Position 8 einordnen. Auf der schwierigen, mit Rhythmus-Passagen, kleinen Sprüngen und gefährlichen Rillen nur so gespickten Strecke fand Jacobi schnell seinen Rhythmus. Zur Rennhälfte bekam er mächtig Druck auf das Hinterrad von einem Kontrahenten, kurz darauf musste der Deutsche eine unfreiwillige Bodenprobe nehmen. Dabei verlor Henry aber nur zwei Plätze, nahm als Zehnter das Rennen wieder auf und schaffte es, diese gute Platzierung bis zum Zielsprung zu halten.

Henry Jacobi n
Henry Jacobi

Der zweite MX2-Endlauf stellte für alle Piloten eine physische Herausforderung dar, bei tropischer Hitze konnte sich Henry Jacobi zunächst nach erneut gutem Start überraschend auf Rang 5 einordnen. Zwar erlahmten im Laufe des Rennens die Kräfte des 21jährigen etwas, doch bis zur vorletzten Runde lag er top auf Rang 9 platziert und passierte sogar noch den vor ihm liegenden Spanier Larranaga. Doch das Glück war in diesem Rennen leider nicht mit unserer Nr. 1. Zum Entsetzen von Fans und Team rollte Henry aus, der Motor sprang nicht mehr an und er musste mit technischem Defekt die Segel streichen. Was für ein Pech!

 

Zutiefst enttäuscht trat das Team um Henry Jacobi die lange Heimreise an. Auch sein Fazit zum Wochenende fiel bitter aus:
Nicht ins Ziel von Lauf 2 zu kommen, das war nicht das was wir wollten. Die Hitze machte es auch nicht leicht, ärgerlich zu sein.
Das war der WM-Lauf von Hottobiano
!”

#29
#29

Nun folgt für Team und Fahrer erst einmal eine kurze Atempause mit dem ADAC MX Masters-Gastspiel am kommenden Wochenende in Bielstein. Danach geht es für die nächsten zwei WM-Runden nach Übersee, genauer gesagt Indonesien. Laut den Wetterprognosen drohen dort erneut extreme Hitze gemixt mit tropischem Regenfällen!


MXGP Saint Jean d‘Angely (FRA)

Henry Jacobi ohne Glück in Frankreich!

Die zweite Station der dreiteiligen Europa-Tournee führte das Team STC Racing Husqvarna mit seinem Top-Piloten Henry Jacobi auf den berühmten Zick Zack-Kurs im französischen Saint Jean d’Angely. Unzählige Motocross-Schlachten wurden hier geschlagen unter anderem das MX of Nations im Jahre 2011. Die Strecke gehört seit vielen Jahren zum festen Programm der Motocross-WM und der Thüringer Husky-Pilot Henry Jacobi kam voller Selbstbewusstsein und Tatendrang nach Frankreich.

 

Wie schnell der Bad Sulzaer in dieser Saison unterwegs ist, zeigte sich im MX2 Qualifying am Samstag. Wie von der Tarantel gestochen, stürmte Jacobi aus dem Gatter und übernahm sofort nach der Startkurve die Führung. Der Deutsche verlor den Platz an der Sonne zwar kurze Zeit später an den Amerikaner Covington, konnte sich aber trotz der hektischen ersten Minuten stabil als Vierter hinter den zwei KTM-Stars Prado und Jonass einordnen. Nach einem tollen Rennen erreichte Henry im Ziel als Vierter sein bislang bestes Qualifying-Ergebnis der Karriere und setzte damit ein dickes Achtungszeichen für den Renntag.

Henry Jacobi In Saint Jean
Henry Jacobi In Saint Jean

Doch davor kam noch der große Regen. Denn über Nacht öffnete der Himmel über Saint Jean d‘Angely seine Schleusen und übertrieb es leider mit der Nässe. Der Track hatte sich am nächsten Morgen in eine Schlammwüste verwandelt. Zwar trocknete die Hartboden-Strecke bei Sonnenschein schnell ab, aber es bildeten sich gefährlich tiefe Rillen, die etlichen Fahrern und leider auch unserem Henry Jacobi zum Verhängnis wurden. Aber der Reihe nach.

Der erste Lauf war zunächst ein Spiegelbild der Qualifikation. Henry verpasste nur knapp den Holeshot und musste in der Startrunde sofort den harten Kampf gegen Prado und Jonass aufnehmen. Vor allem im intensiven Kampf gegen den WM-Spitzenreiter aus Lettland verlor Henry viel an Energie. Unzählige Male setzte der Thüringer zum Passieren an, doch immer wieder schaffte es der Weltmeister, das zu verhindern. In der Schlussphase fehlte Henry das nötige Quäntchen Glück. Er musste einem überrundeten Fahrer ausweichen, kam von der Ideallinie ab und stürzte in der verflixten 13. Runde. In der letzten Runde unterlief ihm auf der Geraden vor der Pitlane noch ein Sturz und damit war sein Rennen beendet.

Im zweiten Lauf wurde es spannend, denn diesmal kam der 21jährige nicht optimal vom Gatter weg. Doch auch solche Situationen kann Henry mittlerweile lösen, bereits nach drei Runden hatte er sich auf den guten siebenten Platz vorgearbeitet. In Runde 5 aber kam das Stoppzeichen in Form eines heftigen Abflugs, infolgedessen Jacobi leicht angeknockt und zu Fuß in das Paddock zurückkehrte.

 

Mit null Punkten im Gepäck und einem Brummschädel war der STC Husqvarna-Fahrer natürlich äußerst unzufrieden. Jacobi: „Mit dem Speed war ich echt zufrieden. Aber ich fahre ohne Punkte nach Hause nach ein paar schönen harten Crashs. Wir werden nächstes Wochenende wieder zurückkommen, es ist nur eine Frage der Zeit, bis alles zusammen passt.“

Der Südafrikaner Michael Docherty wollte trotz einer Handverletzung in Frankreich unbedingt an den Start gehen. Der MX1-Pilot musste aber bereits am Samstag nach einem schmerzhaften Training die Segel streichen. Gute Besserung Michael!

 

Nun geht es für Henry Jacobi und sein Team am kommenden Wochenende nach Bella Italia! Dort wartet beim Großen Preis der Lombardei mit der sandigen Strecke in Ottobiano die nächste Herausforderung.


MXGP Matterley Basin (GB) - Teil 2

Starker Auftritt von Michael Kratzer!

Das Ziel des STC Racing-Piloten Michael Kratzer am vergangenen Wochenende war Matterley Basin, unweit des berühmtesten  Steinkreises der Welt Stonehenge gelegen. Die Hartbodenstrecke ist ein fester Bestandteil des GP-Kalenders und zählt durch den  gefahrenen Speed und eine große Anzahl von mächtigen Tables zu den schwierigsten Strecken der Serie.

Michael Kratzer in Action
Michael Kratzer in Action

Für Michael Kratzer war der Große Preis von England in mehrfacher Hinsicht ein ganz besonderes Rennen. Der 23jährige Österreicher
musste sich ziemlich genau vor einem Jahr einer Bandscheibenoperation unterziehen, seine Karriere schien beendet. Doch Kratzer kämpfte sich zurück auf das Motorrad und zeigte in Matterley Basin bei seinen Starts in den Finals der 250er Europameisterschaft, dass mit ihm wieder zu rechnen ist.

Der erste Lauf der 250er Klasse wurde noch am frühen Samstagabend ausgetragen. Nach guter Reaktion am Gatter ging Kratzer als Zwölfter in die Startrunde und schaffte es, bis zum Laufende seine Position zu halten. Rang 13 in einem hochklassig besetzten Feld war der verdiente Lohn.

#8 - M. Kratzer
#8 - M. Kratzer

Im zweiten Heat lag der Steirer nach der ersten Runde im Mittelfeld und verbesserte sich mit einer starken Leistung noch auf den 12. Rang im Ziel. Das bedeutete in der Tageswertung Rang 13 und für Michael Kratzer die ersten
eingefahrenen EM-Punkte in der laufenden Saison.

Als nächstes Rennen steht für Michael Kratzer der Große Preis von Frankreich in Saint Jean d‘ Angely an.

Foto Credit: Steve Bauerschmidt


MXGP Matterley Basin/GB

Starker Jacobi glänzt in England!

Vergangenes Wochenende stand für das Team STC Racing Husqvarna mit dem Top-Piloten Henry Jacobi der Große Preis von England auf dem malerischen Track in Matterley Basin auf dem Programm. Die berühmte Hartbodenstrecke unweit vom Nationaldenkmal Stonehenge, dem berühmtesten Steinkreis der Welt, ist bekannt für seine riesigen Sprünge und etliche Highspeed-Passagen. Nichts für schwache Nerven!

 

Der Thüringer Henry Jacobi zeigte sich von der ersten Minute an hellwach am englischen Wochenende. Mit dem ungewohnten Bergab-Start in Matterley Basin hatte unsere Nr.1 keine Probleme, das Qualifying am Samstag beendete Henry auf Rang 15 und sicherte sich damit eine ordentliche Position am Gatter.

Henry Jacobi in Action
Henry Jacobi in Action

Die Rennen

Vor über 20 000 Fans startete der Rennsonntag bei Kaiserwetter und einer hervorragend präparierten Strecke. Nach dem Mittag waren die besten MX2-Piloten an der Reihe, das erste MX2-Finale wurde mit Hochspannung erwartet. Als das Gatter fiel, gelang Henry Jacobi wie mittlerweile gewohnt ein sehr guter Start. Im Getümmel nach der ersten Linkskurve verlor er allerdings einige Positionen und konnte sich erst gegen Ende der Startrunde auf Rang 15 einreihen. In der Folge fand der STC-Pilot schnell seinen Rhythmus und verbesserte sich in Runde 2 bereits auf Platz 11. Nach harten Positionskämpfen wurde es zum Ende des Laufes hin dramatisch. Zwei Kontrahenten, die vor Henry lagen, krachten ineinander. Unsere Nr. 1 sagte Danke und zog vorbei auf Platz 8. Als dann auch noch der nächste Kontrahent aus der Spitzengruppe mit technischem KO ausfiel und Henry als Siebenter den Zielsprung überflog war klar, dass dieses Wochenende unter einem besonders guten Stern stand!

 

Kein Wunder also, dass der Husky-Pilot im zweiten Umlauf wie von der Tarantel gestochen in die Startkurve jagte. Auf Rang 3 liegend duellierte sich Jacobi sofort heftig mit Calvin Vlaanderen und setzte sich durch. Zur Rennhälfte lag Henry immer noch auf Rang 3, als Top-Favorit Kjer-Olsen in Schlagdistanz kam. Gegen das Überholmanöver wehrte sich Henry nach Kräften und konnte nach einem knüppelharten, aber fairen Duell seinen dritten Platz halten. Danach erlahmten etwas die Kräfte beim jungen Deutschen, er musste zwei Kontrahenten passieren lassen, fuhr aber mit Platz 5 erneut ein fantastisches Ergebnis ein. In der Tageswertung landete Henry Jacobi damit auf Rang 6 und schob sich im GP-Klassement auf Position 7 vor! Der Kommentar Jacobi’s zum Rennen war kurz, aber knackig:

Wieder ein gutes Wochenende in England. Ich liebe meinen Job und das konnte jeder sehen. Ich habe jede Runde auf dieser Strecke genossen!

Auf seiner Europatour steht nun der Große Preis von Frankreich in Saint Jean d‘ Angely an.

 

Der zweite Mann im STC Racing Team Husqvarna, der Südafrikaner Michael Docherty, hatte leider Pech in Matterley Basin. Docherty kam nach England mit einer Handverletzung vom ADAC MX Masters-Rennen in Mölln vergangene Woche und versuchte im Freien Training zu fahren. Danach waren die Schmerzen zu groß, Docherty war nicht in der Lage den Lenker zu halten und musste das Rennen absagen. Gute Besserung wünscht unser Team!

Foto Credit: Eva Szabadfi/ixs


ADAC MX Masters Mölln

Laufsieg für Henry Jacobi!

Die erfolgreiche ADAC MX Masters-Serie machte am letzten Wochenende Station im hohen Norden Deutschlands. Das zweite Rennen der Meisterschaft fand auf der Naturstrecke des MSC Mölln statt, wie schon im Vorjahr erwartete die Piloten des STC Racing Team Husqvarna ein gut einsehbarer Kurs mit einem schwierig zu fahrendem Mix aus Hartboden und Sand. Mit Spannung erwartet wurde das zweite innerdeutsche Duell zwischen TM-Star Max Nagl und unserer Nr. 1 Henry Jacobi (Husqvarna).

 

Im Qualifying am Samstag passierte wie erwartet nichts Atemberaubendes, Henry Jacobi legte auf seiner 350er Husqvarna mit der drittbesten Runde in seiner Gruppe die nötige Grundlage für einen optimalen Platz am Gatter.

 

Tags drauf stieg der Puls bei Fahrern und Fans nach dem morgendlichen Warmup aber schnell. Im ersten Lauf der Topklasse kam der Thüringer glänzend aus dem Gatter und unter den Top 5 in die erste Linkskurve. Schnell konnte sich Henry an das Hinterrad des Führenden Nathan Renkens schieben. Nach einigen Runden im Schatten des Belgiers zog Henry an und passierte seinen Kontrahenten problemlos. Zu diesem Zeitpunkt hatte Jacobi einen durchaus komfortablen Vorsprung auf seinen Titel-Rivalen Max Nagl, doch leider schmolz dieser Vorteil in der glühend heißen Möllner Sonne schnell dahin. Und so kam es in den letzten Runden zum erhofften Duell Lenker an Lenker zwischen den beiden deutschen WM-Stars. Beide schenkten sich nichts, die begeisterten Fans bekamen feinste Action geboten. Drei Kurven vor dem Ziel dann der Showdown: Jacobi passierte per Blockpass Nagl, dadurch kam der Bayer kurz von der Strecke ab und ließ eine Kurve aus. Dank diesem Vorteil konnte Nagl zwar als Erster durch das Ziel fahren, wurde aber nach kurzer Beratung von der Rennleitung den Regeln gemäß einen Platz zurück versetzt. Damit hieß der Laufsieger Henry Jacobi, ein großer Erfolg für Fahrer und Team!

Der zweite Lauf versprach natürlich Hochspannung, die aber leider bereits nach wenigen Minuten vorbei war. Henry Jacobi kam auf der Jagd nach dem Startsieger Nagl auf Position 5 in die Startkurve, musste aber einem vor ihm gestürzten Piloten ausweichen. Noch in der Startrunde rutschte Henry das Vorderrad weg, der Bad Sulzaer musste zu Boden und wurde bis an das Ende des Feldes durchgereicht. In den verbleibenden 17 Runden konnte der Husky-Pilot eine sehenswerte Aufholjagd inszenieren, die ihn im Ziel immerhin noch auf Rang 13 brachte. Damit verpasste Henry nur äußerst knapp das Tagespodium, in der Meisterschafts-Tabelle bleibt er aber Zweiter.

Ebenfalls am Start: Doherty & Falke

Für unser Team STC Racing Husqvarna war in Mölln auch der Südafrikaner Michael Docherty am Start in der Masters-Kategorie. Docherty beindruckte am Samstag im Qualifying mit einer sehr schnellen Runde und Position 13 am Gatter. Leider scheiterte der Husqvarna-Pilot in den Masters-Rennen am Sonntag bereits jeweils in der Startphase und blieb chancenlos.


In der neugeschaffenen 125er Klasse machte sich Laurenz Falke nach der Qualifikation Hoffnungen, der 17jährige Sachse durfte seine Husqvarna als Zehnter zum Startgatter schieben. Im ersten Lauf lag Falke top auf Platz 6 platziert, fiel leider durch Sturz zurück und konnte trotzdem mit Rang 11 ein gutes Ergebnis in das Ziel retten. Lauf 2 war für Lauri nach Startcrash bereits nach wenigen Sekunden beendet. In der Serienwertung liegt er nach Mölln auf Position 13.

Für das Team STC Racing Husqvarna stehen nun intensive Wochen an, zunächst geht es für Henry Jacobi kommendes Wochenende nach Matterley Basin (GB), danach ohne freies Wochenende nach St. Jean d’Angely (FRA) und Ottobiano (ITA).
Im Fußball würde man das als „englische Woche“ bezeichnen, drückt uns die Daumen!


MXGP Teutschenthal/GER

Starker Auftritt von Henry Jacobi im Talkessel!

Der legendäre Teutschenthaler Talkessel, eines der absoluten Highlights im Motocross WM-Kalender, rief am vergangenen Wochenende zum Großen Preis von Deutschland, dem achten WM-Lauf dieser Saison. Die Fans pilgerten bei Kaiserwetter in Scharen zum ehemaligen Tagebau in Teutschenthal, mehr als 30 000 wurden von den Veranstaltern am Wochenende gezählt. Für unsere Nr. 1 im Team STC Racing Husqvarna Henry Jacobi (21) war dieser Heim-GP ein ganz besonderer, die Begeisterung für den jungen Deutschen bei Fans und Medien war enorm. Ganz nebenbei musste der Thüringer auch noch Rennen fahren und das tat er mit Bravour.

 

Dabei begann das Wochenende für den jungen Deutschen alles andere als optimal. Im Qualifikationsrennen am Samstag hatte Jacobi großes Pech, musste nach Kollision eine Aufholjagd starten und verpasste mit Rang 15 im Ziel den erhofften guten Startplatz.

Henry Jacobi in Action
Henry Jacobi in Action

24 Stunden später zeigte sich im ersten Finale der hochkarätig besetzten MX2-Klasse, dass Henry zumindest in Teutschenthal auch aus ungünstiger Startposition einen seiner markanten Turbostarts hinlegen kann. „Direkt in der ersten Kurve lag ich super platziert als Fünfter und konnte schnell auf Rang 3 vorfahren. Dann unterlief mir leider ein Fehler, wo ich fast gestürzt wäre. Aber nur fast, ich konnte mich als Fünfter wieder einreihen und das Ergebnis relativ locker bis zum Laufende halten“, schilderte der Bad Sulzaer sein Rennen.

 

Der zweite Umlauf der MX2-Piloten begann noch besser für den immer noch unter einer Erkältung leidenden Husky-Piloten. „Ich kam perfekt vom Gatter weg, fuhr ganz knapp am Holeshot vorbei. In den folgenden Runden konnte ich als Dritter mein Rennen fahren, bis ich gemerkt habe, dass mir mehr und mehr grobe Fehler unterliefen. Die Kräfte haben mich dann etwas verlassen und ich musste Kontrahenten passieren lassen. Mit den Rängen 5 und 8 bin ich aber total zufrieden, das Ziel war konstant in die Top 10 zu fahren und das haben wir erreicht.“

 

In der Tageswertung klassierte sich Henry Jacobi auf Platz 7 ein. Das bedeutet in der WM-Tabelle Platz 8, nur drei Pünktchen hinter dem Belgier Jago Geerts.

Starker Start für Henry Jacobi
Starker Start für Henry Jacobi

Unser 125er-Pilot Laurenz Falke konnte sich direkt als Zwölfter seiner Gruppe für die Finalrennen der EMX 125 qualifizieren. Im ersten Rennen fuhr Falke nur knapp auf Platz 23 an den Punkten vorbei. Heat 2 endete jenseits der Top 30, aber Laurenz Falke hinterließ bei seinem Heimauftritt einen guten Eindruck.

 

Teamkollege Justin Trache musste leider seinen Start in Teutschenthal absagen, der Chemnitzer leidet noch an den Folgen eines Sturzes in Drehna. Gute Besserung wünscht das Team STC Racing Husqvarna.

Am kommenden Wochenende steht mit dem ADAC MX Masters-Rennen in Mölln ein echtes Heimspiel für unser Team an, das im Norden Deutschlands beheimatet ist.


Für Henry Jacobi bedeutet das eine gute Gelegenheit, sich mit Max Nagl und weiterer starker Konkurrenz zu messen.


MXGP Orlyonok/Russland

Henry Jacobi ohne Fortune!

Das Team STC Racing Husqvarna mit dem Spitzenpiloten Henry Jacobi war am vergangenen Wochenende zu Gast beim WM-Lauf im russischen Orlyonok, nur einen Steinwurf vom Schwarzen Meer entfernt. Die steinige Naturstrecke bei Krasnodar war bestens präpariert, sommerliches Wetter und mehr als 35 000 Zuschauer sorgten für ein tolles Ambiente beim sechsten Motocross-GP dieser Saison.

Der Thüringer Henry Jacobi brauchte am Samstag zunächst die beiden Trainingssessions, um sich an die Eigenheiten der extrem anspruchsvollen Strecke zu gewöhnen. Beim anschließenden Qualifikationsrennen profitierte der 21jährige von einem seiner mittlerweile gewohnt guten Starts und konnte sich nach konstantem Rennverlauf als Elfter einen kleinen Vorteil für die Finalrennen der MX2-Klasse erkämpfen.

Als das Gatter nach dem Sonntagmittag fiel, kam Henry ordentlich aus dem Gatter und war in der Startkurve in den Top 10. Es gelang ihm, sich in den hektischen ersten Minuten gut in der Spitzengruppe einzuordnen und mit Rang 7 nach drei gefahrenen Runden schien die Ausgangsposition optimal. Doch leider kam es anders als erhofft. In der vierten Runde während eines harten Duells mit Calvin Vlaanderen verlor Henry plötzlich an Tempo, Sekunden später fuhr der Husky-Pilot enttäuscht zurück in das Paddock. Was war passiert? Ein technisches Problem bremste den Mann aus Bad Sulza wortwörtlich aus, Jacobi’s Hinterradbremse war defekt und ein Weiterfahren unmöglich.

 

In den zweiten Lauf startete unsere Nr.1 unglaublich motiviert, Position 4 in der Startkurve nach einem neuerlichen Bombenstart war zunächst das erhoffte Ergebnis. Erneut lieferte sich Henry in den nächsten Runden ein packendes Duell mit Vlaanderen, musste den Kontrahenten aber letztlich passieren lassen. Danach verlor der junge Deutsche etwas den Rhythmus, dazu kam ein kleiner Sturz und das Abrutschen auf Platz 16. Nun mobilisierte Henry Jacobi aber alle noch verfügbaren Kräfte und schaffte es tatsächlich, im Ziel mit Rang 13 noch wichtige Punkte für die WM-Tabelle mitzunehmen. Dadurch schob sich Henry nach dem Großen Preis von Russland auf Rang 9 der MX2 WM-Wertung.

 

Natürlich war der deutsche WM-Pilot mit seinem Wochenende unzufrieden und meinte nach Rennschluss:

„Ich bin nicht glücklich mit dem Rennen hier in Russland. Einmal nicht in das Ziel gekommen und in Lauf 2 gestürzt. Das war einfach nicht genug. Morgen beginnt wieder die Arbeit für das nächste Rennen.“

 

Der nächste WM-Lauf findet am 12./13. Mai in Kegums (Lettland) statt.


ADAC MX Masters Fürstlich Drehna - 2

Henry Jacobi bleibt in der Erfolgsspur!

Am vergangenen Wochenende ging es für das Team STC Racing Husqvarna zum Auftakt der deutschen Top-Serie ADAC MX Masters in den malerischen Spreewald. Im tiefen Sand von Fürstlich-Drehna vor knapp 10 000 Zuschauern trennte sich am erwartet heißen und kräftezehrenden Rennwochenende nicht nur die Spreu vom Weizen. Es kam auch zum erhofften Kampf der Generationen zwischen den beiden deutschen GP-Piloten Max Nagl (30) und unserem Henry Jacobi (21). Besonders im zweiten Lauf der Masters-Klasse zeigte der Thüringer Husqvarna-Pilot, warum er derzeit häufig in einem Atemzug mit „Altmeister“ Nagl genannt wird. Jacobi führte lange in einem elektrisierenden Duell, das leider durch einen kleinen Fahrfehler des Husky-Piloten entschieden wurde. Mit Rang 2 für Henry Jacobi zum Auftakt der Serie waren aber Fahrer, Team und Fans mehr als zufrieden.

 

Bereits im Qualifying am Samstag schaffte Henry mit der fünftschnellsten Runde eine optimale Grundlage, um am Rennsonntag ganz vorn dabei zu sein.

Als nach dem Sonntagmittag der Startschuss zum ersten Lauf das Fahrerfeld in die erste Kurve jagte, sah es für Henry Jacobi zunächst gar nicht gut aus.

 

Ich kam auf Position 15 herum in das Rennen. Ich konnte dann aber relativ schnell gute Spuren finden und deshalb einige Fahrer passieren. Als ich Zweiter war, hab ich ehrlich gesagt Max gar nicht mehr gesehen, er war zu weit weg. Das wollte ich im zweiten Lauf unbedingt besser machen.“ schilderte der Bad Sulzaer sein Rennen. Der Plan für Heat 2 ging hundertprozentig auf, Jacobi gelang einer seiner Turbostarts aus der MX2-WM und er übernahm kompromisslos die Führung in der Startrunde. Genauso kompromisslos war allerdings sein härtester Kontrahent Max Nagl schnell am Hinterrad von Jacobi und in der Folge zeigten beide WM-Piloten den Fans Motocross auf allerhöchstem Niveau. Bis Runde 9 hielt unsere Nr. 1 die Führung. „Fast 20 Minuten war ich vorn, dann musste ich kurz zu Boden. Ich denke, das Tempo war an der Stelle zu schnell von mir. Aber mein Speed war top, ich wollte wissen, wie lange ich mit Max mitgehen kann. Am Anfang konnte ich sogar eine kleine Lücke herausfahren. Das war heute ein absolutes Supertraining für die kommenden GP, es war eines der anstrengendsten Rennen für mich in diesem Jahr“, meinte der ausgepumpte Henry Jacobi nach der Siegerehrung.

 

Als jeweils Zweiter in den beiden Finalläufen der Masters-Klasse belegte Henry auch im Tagesklassement Platz 2. Das zweite Event der ADAC MX Masters folgt am 26./27. Mai in Mölln.

 

Bis zum nächsten WM-Einsatz von Henry Jacobi gibt es eine kleine Pause. Der GP von Russland wird am 1. Mai in Orlyonok ausgetragen.

Und was war sonst noch los?

Neben Jacobi waren auch eine Handvoll weiterer Piloten für unser Team im Einsatz beim Sandspektakel in Drehna. Der Südafrikaner Michael Docherty erreichte als Sieger des Last Chance-Race problemlos die Finals. Mit zwei schlechten Starts in den Endläufen war aber trotz gutem Tempo auf der gewohnt zerschossenen Sandstrecke nichts mehr zu holen, der Husqvarna-Pilot beendete seinen Renntag punktlos.

 

Laurenz Falke lieferte in der neugeschaffenen 125er-Klasse einen guten Einstand ab. Mit den Rangen 15 und 14 beendete der junge Sachse seinen Arbeitstag auf Endposition 15. Für Teamkollegen Justin Trache nahm der Rennsonntag ein unglückliches Ende, im zweiten Lauf der 125er Klasse stürzte der Chemnitzer hart und brach sich den Arm. Gute Besserung und schnelle Rückkehr vom Team an Justin!


ADAC MX Masters Fürstlich Drehna

Licht und Schatten für Michael Kratzer!

Das Reiseziel des STC Racing-Piloten Michael Kratzer am vergangenen Wochenende war Fürstlich Drehna, am Rande des malerischen Spreewaldes gelegen. Die Sandstrecke „Am Mühlberg“ ist traditionell Kulisse für den Auftakt der deutschen Elite-Serie ADAC MX  Masters und zählt zu den schwierigsten Strecken der Serie.

 

Der 23jährige Österreicher Michael Kratzer brauchte einige Zeit, um sich an die tiefe und kraftraubende Strecke im Osten Deutschlands zu gewöhnen. Trotzdem schaffte er es, sich im Last Chance Race für die Finalrennen am Sonntag zu qualifizieren, aber mit klarem Nachteil bei der Startplatzwahl.
Das machte sich bei der ultralangen Drehnaer Startgeraden natürlich am Renntag bemerkbar. Kratzer schilderte seinen ersten Lauf:

"Ich hatte einen sehr schlechten Start, konnte mich aber bis Ende des Rennens auf Rang 23 vorarbeiten. Mit der sehr ausgefahrenen Strecke hatte ich sehr zu kämpfen, war aber mit der Platzierung zufrieden.“

Im zweiten Endlauf der Masters-Klasse kam Kratzer deutlich besser aus dem Gatter und konnte sich um die Top 20 herum einordnen. Leider unterlief dem STC-Piloten ein Fahrfehler, durch den er viel Zeit verlor und chancenlos an das Ende des Feldes zurückfiel.

Zeit zum Relaxen bleibt für Michael Kratzer nicht. Denn bereits beim GP von Russland am 1. Mai willder STC-Pilot in Orlyonok in der EMX 250 das Gas aufdrehen.

Foto Credit: Steve Bauerschmidt


MXGP Agueda/Portugal

Comeback von Michael Kratzer geglückt!

Für den 23jährigen Österreicher Michael Kratzer war der fünfte Motocross WM-Lauf im portugiesischen Agueda alles andere als ein normales Rennen. Nach langer Verletzungspause absolvierte der STC Racing-Pilot erst seinen zweiten internationalen Einsatz in der 250er Europameisterschaft.

 

Kratzer hatte wie viele im hochklassigen Feld der EMX250 seine liebe Mühe und Not mit der extrem risikoreichen und schwierigen Strecke im Norden Portugals, konnte sich aber am Samstag direkt für die Finalrennen qualifizieren.

Michael Kratzer
Michael Kratzer

Der erste Endlauf startete bereits am späten Samstagnachmittag, Michael Kratzer beschrieb sein Rennen: „Im ersten Lauf war es extrem schwer zu fahren und ich fand leider keinen Rhythmus. Es waren sehr tiefe Rillen und Kanten durch den Regen letzten Tage.
Ich beendete das Rennen schließlich auf Platz 34.“


Im zweiten Finale am Sonntag lief es zunächst nicht nachPlan für den Österreicher. Kratzer: „In Lauf 2 bin ich leider beim Start gestürzt. Konnte mich dann aber bis auf Platz 27 vorarbeiten und hatte auch ein gutes Tempo. Ich war fast an den Top 20 dran, als mir ein anderer Fahrer in das Vorderrad fuhr und ich das zweite Mal stürzte. Dadurch verlor ich sehr viel Zeit, konnte aber das Rennen noch auf Rang 28 beenden. Ich muss mich nach einem Jahr Rennpause erst wieder an die Europameisterschaft gewöhnen.“

 

Zunächst bietet sich aber die Gelegenheit für Michael  Kratzer beim ADAC MX Masters in Fürstlich-Drehna an den Start zu gehen.

Der Auftakt zur deutschen Top Motocross-Serie auf der Sandstrecke „Am Mühlberg“ findet am kommenden Wochenende statt.


MXGP Arco/Italien

Sensation: Henry Jacobi fährt in Arco auf das Podium!

Eine fantastische Kulisse, die vielleicht besten Fans der Welt und spektakuläre Rennen bot am vergangenen Wochenende der Motocross WM-Lauf Nr. 4 dieser Saison. An einem denkwürdigen Sonntag im italienischen Arco erfüllte sich STC-Pilot Henry Jacobi (Husqvarna) aus dem Thüringer Örtchen Bad Sulza seinen großen Traum und erreichte als zweiter Deutscher nach Superstar Ken Roczen ein WM-Podium in der MX2-Klasse!

 

Bereits in der MX2-Qualifikation am Samstag ließ der Thüringer als Sechster aufhorchen und sicherte sich damit auf der eigentlich ungeliebten Naturstrecke in der Nähe des Gardasees eine ideale Position für die Finalrennen.

 

Zur Einstimmung am Sonntagmorgen versetzte die berühmte italienische Opernarie „Nessun Dorma“ das Publikum, Fahrer und Teams in beste Laune für einen großartigen Renntag. Henry Jacobi ging voller Selbstvertrauen in die MX2-Finals und schilderte den Rennverlauf: „Im ersten Lauf war ich am Start direkt Zweiter, hab gemerkt, dass ich das Tempo an der Spitze gehen kann, aber Prado etwas zu schnell war. Also ließ ich Prado ziehen, in der Folge kam aber Olsen heran. Er ging vorbei, ich klemmte mich dahinter, um seine Spuren zu lesen und konnte sein Tempo gut mitgehen. So gut, dass ich dachte: warum nicht wieder vorbeifahren? Die Chance kam und ich konnte ihn wunderbar passieren. Im Ziel war ich Zweiter, ein unfassbares Ergebnis für mich und mein Team.“

 Henry Jacobi: Action in Arco
Henry Jacobi: Action in Arco

Lauf 2

Nach diesem Highlight war die Stimmung im Team STC Racing Husqvarna natürlich euphorisch. Doch der zweite Lauf sollte den Puls aller Beteiligten noch weiter in die Höhe treiben. Henry Jacobi meinte zum Rennverlauf:

„Im zweiten Lauf wollte ich eigentlich ein halbwegs gutes Ergebnis ins Ziel bekommen. In der Startkurve war ich dann wieder weit vorn unter den Top 5, konnte schnell Vlaanderen passieren und lag schon wieder auf Platz 3! In den nächsten Runden musste ich zwei Fahrer passieren lassen, hatte mich auf Platz 5 gut eingeordnet. Doch kurz darauf kam von hinten der nächste Kontrahent an mein Hinterrad, wir sprangen zusammen zum Triple hoch. Ich war außen, er innen und die beiden Linien führten zusammen. Das Ergebnis war ein heftiger Crash, wir haben beide nicht damit gerechnet. Ein klassisches Missverständnis. Ich verlor ein paar Plätze und war so voll mit Adrenalin, dass ich nur dachte, gib Gas bis zur Ziellinie. Ich habe niemals an das Podium gedacht, ich wollte nur die Punkte mitnehmen. Als man mich im Ziel zur Siegehrung winkte, hatte ich es immer noch nicht begriffen. Von einem WM-Podium habe ich immer geträumt. Ich danke allen, die an mich geglaubt haben.

 

Als Dritter der Tageswertung in der MX2-Kategorie schob sich Henry Jacobi nach dem vierten GP der Saison 2018 auf Rang 13 im Gesamtklassement.

 

Mit Justin Trache und Laurenz Falke (beide EMX 125) gingen zwei weitere Piloten an Wochenende in Arco für unser Team an den Start. Die beiden deutschen Teenager mussten erwartungsgemäß der sehr schweren Strecke in den Bergen von Trentino ihren Tribut zollen. Das Duo verpasste die Finalrennen der 125er Europameisterschaft, nahm jedoch viele wichtige Erfahrungen mit auf den langen Heimweg.

Henry Jacobi glücklich auf dem Podium
Henry Jacobi glücklich auf dem Podium

Der nächste GP findet bereits am kommenden Wochenende in Agueda (POR) statt.

 

Foto Credit: Eva Szabadfi/IXS


MXGP Redsand MX Park/ESP

Holeshot für Henry Jacobi!

Der dritte WM-Lauf führte unser STC Racing Team Husqvarna in die spanische Region Valencia. Perfekte äußere Bedingungen, überwiegend Sonnenschein und eine abwechslungsreiche und mit Sprüngen gespickte Strecke lockten 26 000 Zuschauer am Wochenende in den Redsand MX Park. Für STC Racing Husqvarna-Top Pilot Henry Jacobi wurde der spanische GP wie vor Wochenfrist in Holland erneut ein Wechselbad der Gefühle.

 

Der Start des Thüringers in das Rennwochenende erfolgte zurückhaltend. Jacobi konnte im Zeit-Training keine besonders schnelle Runde fahren, im anschließenden Qualifikationsrennen der MX2-Klasse lief es mit Rang 16 schon etwas besser.

 

Der Renntag begann mit viel Sonnenschein und der Frage, wie sich Henry Jacobi von der relativ ungünstigen Startposition gegen die MX2-Elite um Stars wie Jonass oder Prado behaupten würde. Auf diese Frage hatte der deutsche Husky-Pilot eine geradezu sensationelle Antwort: den zweiten Holeshot seiner GP-Karriere!

 

Wie von der Tarantel gestochen schoss Henry Jacobi vom Start weg als Führender in die erste Kurve. In den folgenden Minuten kämpfte Henry hart und verbissen um jeden Platz, es gelang ihm aber nicht, sich einzureihen und in den gnadenlosen Positionskämpfen zu behaupten. Der Druck führte zum Fehler, Henry kam kurz von der Strecke ab und wurde dafür von der Rennleitung nach Rennschluss um einen Platz zurückversetzt.

 

In der zweiten Rennhälfte konnte der Mann aus Bad Sulza seinen Rhythmus finden, die Rundenzeiten stabilisierten sich auf hohem Niveau und der elfte Platz war im Ziel ein sehr gutes Resultat.

Gewinnt den Holeshot: Henry Jacobi
Gewinnt den Holeshot: Henry Jacobi

Lauf 2

In Lauf 2 klappte der Start nicht mehr so optimal, Henry hatte zu viel Wheelspin auf dem Startgitter und kam dadurch zu spät jenseits der Top 20 in die Startkurve. Der 21jährige konnte sich aber rasch um einige Plätze auf Position 15 verbessern. Trotzdem war es für ihn sehr schwer auf dieser Strecke unter Druck zu fahren und dabei die Ideallinie zu halten. In Runde 4 kam Henry am größten Table im Redsand MX Park unglücklich beim Whip mit einem anderen Fahrer zusammen und stürzte spektakulär. Das Motorrad war kaputt, der Schreck riesengroß, aber zum Glück blieb der Crash für Henry bis auf ein paar Prellungen gesundheitlich folgenlos.

 

Natürlich war nach diesem Sturz und den fehlenden Punkten von Lauf 2 die Enttäuschung riesengroß, doch Vater Matthias Jacobi fand schnell wieder die Fassung: „Wir nehmen Positives aus Spanien mit, Henry kann in den Top 10 mitfahren. Die Starts klappen bisher super, obwohl wir nicht speziell dafür trainieren. Das Paket Motorrad/Fahrer stimmt. Jetzt geht es zurück nach Deutschland, Henry wird mit seinem Coach Christoph Selent in der Nähe von Dinslaken trainieren. Wir werden in den nächsten Tagen auch Fahrwerks-Tests durchführen, um uns für die Hartboden-Strecke in Trentino beim Italien-GP optimal vorzubereiten.“

Henry Jacobi fliegt im Redsand MX Park
Henry Jacobi fliegt im Redsand MX Park

Die Motocross-WM macht nun eine kurze Pause, weiter geht es in 14 Tagen mit dem GP im italienischen Arco di Trento.

 

Foto Credit: Privat, Sergio Luis Clot


MXGP Valkensward/Niederlande

Das Podium war für Henry Jacobi zum Greifen nah!

Der WM-Lauf vergangenes Wochenende im holländischen Valkenswaard dürfte als einer der physisch härtesten GP’s der letzten Jahre in die Geschichte eingehen. Bei Eiswind und gefühlten minus 15 Grad auf einem zeitweise gefrorenen Sandtrack, der zu den schwersten MX-Strecken weltweit zählt, erlebte STC Racing Husqvarna-Pilot Henry Jacobi ein äußerst emotionales Wochenende.

 

Der 21jährige startete seinen zweiten Motocross-GP dieser Saison mit sehr schnellen Rundenzeiten im Freien und im Zeittraining. Im anschließenden Qualifying lief es aber nicht nach Wunsch. Henry stürzte mehrfach und konnte mit Rang 19 im Ziel keine optimale Position am Startgatter besetzen.

 

Das hielt den Husky-Piloten aber tags drauf nicht davon ab, im ersten MX2-Finale wie aus der Pistole geschossen zu starten. Er bog in den Top 5 in die Startkurve ein und schaffte das Kunststück im Chaos der ersten Runden seine Position zu halten. Bis wenige Minuten vor dem Ende des Rennens sicherte Jacobi einen glänzenden siebenten Platz mit sicherem Abstand zum Qualifying-Sieger Thomas Covington, als ein kleiner Fehler zum Sturz führte und damit Henry auf Rang 13 zurückwarf.

 

Damit war unsere Nummer 1 natürlich alles andere als zufrieden und ging unglaublich motiviert in den zweiten MX2-Lauf. Mit Erfolg, der Start auf Position 4 in Runde 1 war der beste Start seiner Karriere und als Titelfavorit Olsen ein Fehler unterlief, nutzte Henry seine Chance und lag plötzlich auf Rang 3. Auf Podiumskurs! In den folgenden Runden fuhr der Mann aus Bad Sulza unglaublich schnelle und konstante Runden und damit einen komfortablen Vorsprung auf Olsen heraus. Doch dann der Aufschrei des Streckensprechers zum Entsetzen der zahlreichen deutschen Fans an der Strecke: Jacobi down! Henry stürzte bei einem Sprung unglücklich und krachte hart auf die Strecke. Ziemlich lädiert, aber vor allem frustriert musste Jacobi das Rennen und seinen Traum vom Podium aufgeben. Zum Glück blieb er beim Sturz, abgesehen von Schädelbrummen und Prellungen, unversehrt.

Mit leeren Händen...

Am Ende stand Henry Jacobi zwar mit leeren Händen da, konnte aber seine Leistungen aus dem Argentinien-GP mehr als bestätigen. Natürlich war der Thüringer nach seinem unfreiwilligen Aus unglaublich enttäuscht. Jacobi: „Ich weiß nicht was ich sagen soll. Von Null auf Hundert und wieder zurück auf Null. Es war nur ein kleiner Fehler in Lauf 2, aber der Aufprall war heftig und ich musste aufgeben. Danke an alle Fans um die Strecke, es war einfach nur Wahnsinn. Danke auch an mein Team STC Racing, an meinen Trainer Christoph Selent, meine Eltern und alle die dazu beigetragen haben.“

 

Bereits am kommenden Wochenende hat der deutsche Husqvarna-Fahrer Henry Jacobi die Gelegenheit, sein Pech aus dem Holland-GP wieder auszugleichen. Dann findet der dritte WM-Lauf der Saison 2018 im spanischen Red Sand MX Park statt.

 

Mit Johannes Klein (MX1) und Justin Trache (EMX 125) gingen zwei weitere Piloten an Wochenende in Valkenswaard für unser Team an den Start. Der Österreicher verletzte sich unglücklich bei einem Sturz im MX1-Qualifying und musste vorzeitig die Heimreise antreten. Der junge Chemnitzer Justin Trache hatte mit den schweren Bedingungen zu kämpfen und verpasste die Finalrennen der 125er Europameisterschaft.


MXGP Argentinien

Neuquen (ARG): Grandioser WM-Auftakt von Henry Jacobi!

Für den 21jährigen Thüringer Henry Jacobi und sein Team STC Racing wurde der Start zur diesjährigen Motocross-WM im argentinischen Neuquen zur Erfolgsstory. Der Husqvarna-Pilot erreichte als Fünfter im ersten Lauf der MX2-Klasse das beste Resultat seiner bisherigen Karriere. In der Tageswertung stand am Ende Rang 7 zu Buche, damit gelang Jacobi ein glänzender Auftakt seiner WM-Kampagne 2018.

Henry Jacobi  im argentinischen Neuquen
Henry Jacobi im argentinischen Neuquen

Die Rennen in Patagonien

Die anspruchsvolle Naturstrecke im fernen Patagonien gilt zu recht als eines der Highlights der Saison, bei Sonne pur kamen 30 000 Fans über das Wochenende und erlebten hochklassigen Motorsport. Mittendrin unser Husqvarna-Pilot Henry Jacobi, der bereits im Zeittraining einige sehr schnelle Runden hinlegte und mit Rang 15 in der Qualifikation am Samstag eine ordentliche Grundlage für die Finalrennen legte. Im ersten MX2-Endlauf erwischte Henry aus der Mitte der Startreihe einen glänzenden Start und verpasste den Holeshot nur um Reifenbreite. Im hektischen Getümmel der Startphase behielt Henry den Überblick und ordnete sich ausgangs der Startrunde auf Position 6 ein. Trotz härtester Konkurrenz am Hinterrad verteidigte der Thüringer seinen Platz verbissen, fuhr sogar in Runde 6 seine schnellste Rennrunde! In der zehnten Runde dann das Sahnehäubchen: der vor ihm platzierte US-Boy Sanayei musste mit technischem KO aufgeben und Henry konnte problemlos Rang 5 übernehmen. Bis in das Ziel lieferte er sich einen nervenzerreissenden Kampf gegen die hochgehandelten Conrad Mewse und Jed Beaton, am Ende triumphierte Henry und schaffte damit die erste Top 5-Platzierung seiner GP-Karriere.

 

Auch im zweiten Lauf der MX2-Kategorie war die Reaktion des STC-Piloten am Gatter erstklassig. Henry begann sein Rennen in den Top 10, konnte sich aber diesmal in der heißen ersten Runde nicht so behaupten wie in Lauf 1. Nach einigen Minuten fand er aber wieder seinen Rhythmus, konnte die Rundenzeiten stabilisieren und mit Rang 16 im Ziel noch wichtige Punkte einfahren.

 

Im Tagesklassement bedeutete das Rang 7 für Henry Jacobi, ein Auftakt nach Maß.

Henry Jacobi mit seiner Husqvarna
Henry Jacobi mit seiner Husqvarna

Nach Rennschluss meinte der Bad Sulzaer erschöpft, aber überglücklich:

 

Ein fantastisches Wochenende für mich und mein Team STC Racing. Und das, obwohl die Strecke mir eigentlich gar nicht so lag. Im zweiten Lauf hat mir etwas die Luft gefehlt, der erste Lauf war kräftezehrend. Die Technik hat bestens funktioniert, das viele Starttraining hat sich bezahlt gemacht und auch das harte Training mit meinem Trainer Dr. Konrad Smolinski. Vielen Dank auch an alle die mich von zuhause aus unterstützt und angefeuert haben. Ich habe mich über jede Nachricht gefreut. Ein großes Dankeschön geht auch an Husqvarna für die schnelle Hilfe vor Ort.“

 

Der nächste WM-Lauf findet am 18. März im tiefen Sand statt, das holländische Valkenswaard ist der Austragungsort der zweiten Runde der Motocross-WM 2018.

 

Foto Credit: mxgp.com, privat