MXON RED BUD (USA)

Henry Jacobi und das Team Germany versinken im Schlamm!

Die letzte Schlacht ist geschlagen, nach dem MXoN in Red Bud (USA) heißt es Abschied nehmen von Henry Jacobi (Husqvarna). Für den Thüringer und das Team STC Racing Husqvarna endet damit eine äußerst erfolgreiche Saison, die mit dem ADAC MX Masters-Titel 2018 gekrönt wurde.

 

Bei den „Olympischen Spielen“ des Motocross auf der legendären amerikanischen Strecke in Red Bud sollte für Henry Jacobi mit dem Team Germany um Ken Roczen und Max Nagl der größte Traum in Erfüllung gehen. Bei extremen äußeren Bedingungen, es regnete tagelang in der Gegend um Buchanan, Michigan, legte das deutsche Team im tiefen Schlamm am Qualifikations-Samstag los wie die Feuerwehr. Henry lieferte in der MX2-Klasse ein unglaubliches Rennen ab, hielt lange nach dem Holeshot die Führung und brachte unter Einsatz aller Kräfte Platz 3 im Ziel nach Hause. Auch seine beiden Teamkollegen zeigten ihr bestes Racing und somit ging Deutschland auf Startposition 4 in den Sonntag.

Henry Jacobi beim MXON in Red Bud
Henry Jacobi beim MXON in Red Bud

Doch als es am Sonntagvormittag aufhörte zu regnen, versanken die Hoffnungen der Deutschen um Henry Jacobi im Schlamm. Im ersten Finale traten die MX2-Piloten gegen die MXGP-Klasse an. Henry konnte nach einer guten Reaktion am Start das Rennen in den Top Ten beginnen. Kurz darauf konnte Henry nach einer Kollision mit einem Kontrahenten einen mächtigen Dreifachsprung nur doppelt springen, kam von der Strecke ab und zu Fall. Das kostete viel Zeit und Positionen. Nach einigen Runden hatte der Thüringer seinen Rhythmus gefunden und lag um Position 15 herum gut im Rennen, bis sich ein Stein zwischen Bremshebel und Motorblock verklemmte und er mit technischem Schaden die Segel streichen musste.

Konzenrierter Jacobi in den USA

In der hektischen Pause von 30 Minuten bis zum zweiten Endlauf (MX2 gegen Open-Klasse) schaffte es die STC-Crew um Colin Streubel und Sven Schwalbe gerade noch rechtzeitig, das Motorrad startbereit zu bekommen. Doch es war wie verhext, an diesem Sonntag ging für den 21jährigen Thüringer gar nichts mehr. Henry hatte Probleme am Start mit seinem Motorrad und musste dem Feld hinterherfahren. Im Laufe des Rennens konnte er sich zwar leicht verbessern und landete im Ziel auf Rang 25, aber die Enttäuschung war riesig.

 

Erst lange nach Rennende äußerte sich der Husky-Pilot auf seinem Instagram-Profil. „Es ist, als wäre die Welt auf den Kopf gestellt. Das unschlagbare Team USA hatte keine Siegchance, Conor McGregor genausowenig und wir, das Team Deutschland haben das erhoffte Podium nicht geschafft. Ich schaue jetzt voraus auf das MXoN nächstes Jahr in Holland mit Ken und Max.“

 

Das Team Germany landete am Ende nach einem Renntag voller Pech und Pannen auf dem zehnten Platz.

 

Das Team STC Racing Husqvarna bedankt sich bei allen Team-Mitgliedern, Fahrern, Fans, Sponsoren. Wir freuen uns auf die Supercross-Saison 2018/2019!

 

See you on the track!